G20-Gipfel in Hamburg Saudi-Arabiens König sagt Teilnahme ab

Das Luxushotel Vier Jahreszeiten hatte schon alles für den Besuch vorbereitet: Nach Angaben der saudischen Botschaft wird König Salman nicht zum Gipfel reisen. Über die Gründe wird spekuliert.

König Salman
AP/ Saudi Press Agency

König Salman


Sein früherer Finanzminister soll ihn vertreten: Der saudische König Salman und sein Sohn, Kronprinz Mohammed bin Salman, kommen nicht zum G20-Gipfel nach Hamburg. Wie die saudische Botschaft in Berlin am Montag bestätigte, wird Staatsminister Ibrahim al-Assaf die Delegation des Königreiches beim Treffen der wichtigsten Wirtschaftsmächte leiten. Al-Assaf war bis Oktober 2016 Finanzminister gewesen.

Aus diplomatischen Kreisen hieß es zunächst, der 81 Jahre alte König werde wegen der aktuellen Krise am Golf um Katar nicht an dem Gipfeltreffen teilnehmen, das an diesem Freitag beginnt. Er habe aus dem gleichen Grund auch Termine in Saudi-Arabien verschoben. Wegen seines schlechten Gesundheitszustands war schon zuvor darüber spekuliert worden, ob er die Reise antreten würde.

Mehrere arabische Staaten hatten Katar unter Führung Saudi-Arabiens vor vier Wochen isoliert und eine Reihe von Forderungen an das Golfemirat gestellt. Sie fordern von Katar unter anderen die Schließung seines Nachrichtensenders Al Jazeera und die Schließung eines türkischen Militärstützpunkts. In der Nacht war ein Ultimatum an Katar, das eigentlich am Sonntag ausgelaufen wäre, nochmals um 48 Stunden verlängert worden.

mho/dpa/AFP



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