Treffen in Brisbane Australien verbietet Schlangen und Drachen beim G20-Gipfel

Im australischen Brisbane beginnt am Wochenende das Treffen der G20-Staaten, und die Polizei sorgt sich um die Sicherheit: Verboten sind während des Treffens nicht nur Schusswaffen - sondern auch Flugdrachen, Schlangen und Peitschen.

Polizisten auf dem Gelände des G-20-Gipfels: Schlangenverbot in Brisbane
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Polizisten auf dem Gelände des G-20-Gipfels: Schlangenverbot in Brisbane


Canberra/Berlin - Für den G20-Gipfel in Brisbane hat die australische Polizei scharfe Sicherheitsvorkehrungen zum Schutz der Staats- und Regierungschefs erlassen. Verboten ist es dabei nicht nur, Wurfgeschosse wie Eier mit sich zu tragen - sondern auch stechende Insekten, Schlangen und andere Reptilien stehen auf der Verbotsliste. Untersagt ist es auch, Flugdrachen steigen zu lassen und Peitschen rund um den Konferenzort mit sich zu tragen.

Zum Schutz des Treffens der Staatsmänner aus den 20 führenden Industrie- und Schwellenländer werden zudem mehr als 6000 Polizisten mit Wasserwerfern mobilisiert. Verdächtig erscheinende Personen müssen mit Leibesvisitationen rechnen. Aus Sorge vor Terrorangriffen werden auch der Luftraum über dem Konferenzzentrum und ein angrenzender Fluss gesperrt. Die Menschenrechtsgruppe Human Rights Law Centre kritisierte die Maßnahmen als "unverhältnismäßig".

Zu dem Gipfel reist aus Deutschland Bundeskanzlerin Angela Merkel an, die bereits am Mittwochvormittag zu einer sechstägigen Reise nach Neuseeland und Australien aufgebrochen ist. Seit einem Besuch von Helmut Kohl 1997 in den beiden Ländern war kein deutscher Regierungschefs mehr dort.

In Neuseeland kommt Merkel am Freitag mit Premierminister John Key zusammen und fliegt dann nach Brisbane. Bei den Gesprächen soll es um die Regulierung des internationalen Finanzmarkts und das Engagement gegen den Klimawandel gehen. Am 16. November reist Merkel weiter nach Sydney, wo sie Australiens Premierminister Tony Abbott treffen soll. Es ist die bisher weiteste Auslandsreise in Merkels neunjähriger Amtszeit.

mxw/AFP/dpa



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brille000 13.11.2014
1. Das ist die Freiheit, die die meinen.
Furchtbar, diese G20-Treffen. Haben wir ja auch schon hier im Lande erlebt. Da werden ganze Landstriche dicht gemacht, da wird die Bevölkerung von den sogenennten "Sicherheitskräften" in einem Ausmass terrorisiert, dass man glaubt, dass eine Militärjunta den Staat übernommen hat. Kauft doch eine Insel und lasst diese Leute sich dort treffen. Andrerseits ist es auch das öffentliche Eingeständnis, dass diese Typen Angst haben müssen, Angst vor all den Millionen oder gar Milliarden von Menschen, die sie um ihr Lebensglück bescheissen.
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