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Gaza-Konflikt: Israel wirft Hamas Planung von verheerendem Anschlag vor

Tunnel im Gazastreifen (2013): "Vorbereitungen eines Mega-Anschlags" Zur Großansicht
AP/dpa

Tunnel im Gazastreifen (2013): "Vorbereitungen eines Mega-Anschlags"

Israel zerstört Tunnel, die vom Gazastreifen auch in israelisches Gebiet führen. Nun werden Vorwürfe laut, nach denen die Hamas plante, die Gänge für einen verheerenden Anschlag zu nutzen.

Gaza/Tel Aviv - Israel wirft der Hamas vor, einen verheerenden Anschlag auf israelische Zivilisten im September geplant zu haben. Israelische Medien hatten berichtet, dass die radikalislamische Organisation am jüdischen Neujahrsfest Rosch Haschana im September Hunderte bewaffneter Kämpfer durch mehrere Tunnel gleichzeitig auf israelisches Gebiet schicken wollte. Der israelische Geheimdienstminister Juval Steinitz bestätigte dies am Sonntag: "Wir hatten Informationen zu Vorbereitungen eines Mega-Anschlags durch die Tunnel."

Die Informationen, die sich nicht unabhängig überprüfen ließen, sollen auf den Aussagen von Hamas-Mitgliedern basieren, die Israels Armee während der gegenwärtigen Offensive im Gazastreifen festgenommen habe.

Ziel des Anschlags im Grenzgebiet sei es gewesen, in mehreren israelischen Ortschaften gleichzeitig so viele Menschen wie möglich zu töten oder in den Gazastreifen zu verschleppen, hieß es in den Berichten. Seit Beginn der israelischen Militäroffensive im Gazastreifen hat die Armee mehrere Dutzend Tunnel gefunden und zerstört. Viele davon führten aus palästinensischen Wohnvierteln auf israelisches Gebiet.

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Waffenruhe: Horror in Gaza, Entspannung in Israel
Am Sonntagmorgen heulten im Süden und in der Mitte Israels die Sirenen auf, nur Stunden nachdem das israelische Sicherheitskabinett einer Verlängerung der Waffenruhe bis Mitternacht (Ortszeit) zugestimmt hatte. Nach Angaben des israelischen Militärs landeten fünf Raketen in unbewohntem Gebiet, zwei weitere wurden mit dem Abwehrsystem "Iron Dome" abgefangen. Schon am Samstagabend waren Raketen vom Gazastreifen abgefeuert worden. Israel hatte angekündigt, auf eine Verletzung der Waffenruhe zu reagieren.

Die Hamas erklärte, man werde eine Feuerpause erst einhalten, wenn Israel seine Bodentruppen aus dem Gazastreifen abziehe.

Am Samstag hatten zahlreiche Menschen in Gaza die Waffenruhe genutzt, um ihre Vorräte aufzustocken. Die Rettungskräfte erreichten erstmals seit Beginn der israelischen Bodenoffensive am 17. Juli bis dahin schwer umkämpfte Bereiche. Sie bargen mehr als 150 Leichen, wie die Rettungsdienste mitteilten.

Im Gaza-Konflikt wurden bisher 1047 Palästinenser getötet, mehr als 6000 wurden verletzt. Unter den Opfern sind viele Kinder. Auf israelischer Seite kamen 42 Soldaten und drei Zivilisten ums Leben. Nach andauerndem Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen hatte Israel am 8. Juli mit Luftangriffen begonnen, ehe am 17. Juli Panzer einrückten.

bim/AP/dpa/Reuters

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insgesamt 2 Beiträge
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1. Idf?
ted21 27.07.2014
Recht zentraler Satz: "Die Informationen, die sich nicht unabhängig überprüfen ließen.." Infos aus dem Militär generell nicht glauben, dann liegt man meistens richtig. Wessen Militär auch immer.
2. Überprüfen? Einfach mal bei Hamas nachfragen!
Steve Kadisha 29.07.2014
Der relativierende und auf Delegitimierung zielende Halbsatz von "Informationen, die sich nicht unabhängig überprüfen ließen", ist ein journalistisches Armutszeugnis. Die Damen und Herren der Nachrichtenagenturen bräuchten nur bei den Sprechern von Hamas und Co. nachfragen, ob es solche Pläne für einen Mega-Anschlag gab. Oder wozu sonst die Tunnel nach Sderot, Nahal Oz und den anderen Kibbuz vorgesehen waren. Zur unterirdischen Champignonzucht? Wenn SPON und Co. die israelischen Angaben bezweifeln wollen, sollte wenigstens gegenrecherchiert und eine schlüssige andere Erklärung gegeben werden.
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