Gaza-Krieg Israel wirft Hamas Einsatz von Phosphorgranate vor

Zuletzt sah sich Israel dem Vorwurf ausgesetzt, Phosphorgranaten im Gaza-Streifen einzusetzen - jetzt hat die radikal-islamische Hamas nach Angaben der israelischen Polizei erstmals ein solches Geschoss abgefeuert. Die Bomben können schwere Verbrennungen verursachen.


Jerusalem - Die Granate explodierte auf einem Feld in der Nähe der israelischen Stadt Sderot - zwar verletzte sie niemanden, aber ihre Zusammensetzung ist äußerst gefährlich: Nach Angaben der israelischen Polizei handelte es sich bei dem von der radikal-islamischen Hamas abgefeuerten Geschoss um eine Phosphorgranate.

In den vergangenen Tagen stand bereits Israel in der Kritik, weil die Organisation Human Rights Watch den Vorwurf erhob, das Militär habe im Gaza-Streifen Phosphorgranaten eingesetzt.

Phosphorgranaten erleuchten Ziele bei Dunkelheit und verursachen einen Rauchschirm, der für Angriffe bei Tageslicht genutzt wird. Die Waffen erzeugen schwere Verbrennungen und stellen für Zivilpersonen eine Gefahr dar, wenn sie in bewohntem Gebiet eingesetzt werden. Die Genfer Konvention erlaubt den Einsatz von Phosphorgranaten nur, um Rauchschirme zu legen.

Israel hat erklärt, es setze die Munition im Rahmen internationalen Rechts ein.

hen/AP



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