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Gaza-Krieg: Abbas verkündet Einigung auf längere Waffenruhe

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas: Fernsehauftritt nach Verhandlungen Zur Großansicht
AFP

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas: Fernsehauftritt nach Verhandlungen

Israel und die Palästinenser haben sich auf einen längerfristigen Waffenstillstand verständigt. Das erklärten Palästinenserpräsident Mahmud Abbas und Vertreter Ägyptens - die Feuerpause trat bereits in Kraft.

Ramallah/Kairo/Tel Aviv - Nach siebenwöchigen Gefechten gibt es im Gaza-Konflikt eine Einigung: Palästinenserpräsident Mahmud Abbas verkündete eine neue, längerfristige Waffenruhe. Die Feuerpause zwischen Israel und den militanten Palästinenserorganisationen trat um 19 Uhr Ortszeit (18 Uhr MESZ) in Kraft, sagte er am Dienstagabend in einer Fernsehansprache. Damit wolle die palästinensische Führung "die Aggression gegen den Gazastreifen und das Blutvergießen und Töten der Kinder stoppen". Nun müsse humanitäre Hilfe für die Menschen in Gaza folgen.

Chaled al-Batsch, hochrangiges Mitglied des Islamischen Dschihad und Mitglied der palästinensischen Delegation bei den indirekten Gesprächen in Kairo, hatte zuvor in einer Mitteilung geschrieben: "Ägypten hat uns informiert, dass Israel den Vorschlag der Palästinenser für eine Waffenruhe angenommen hat." Ägypten vermittelt in dem Konflikt.

Auch aus israelischen Regierungskreisen hieß es, es sei eine "unbefristete" Waffenruhe vereinbart worden, die akzeptiert werde.

Das Abkommen sehe unter anderem eine Aufhebung der Blockade des Gaza-Streifens vor, sagte ein ranghoher Palästinenservertreter der Nachrichtenagentur AFP. Das gelte auch für Baumaterialien für einen Wiederaufbau Gazas. Bisher war die Einfuhr bestimmter Güter stark eingeschränkt. In Ramallah war für den Abend eine Sitzung der Spitzengremien von Palästinensischer Befreiungsorganisation (PLO) und der Fatah-Partei von Abbas anberaumt worden.

Die Gefechte um den Gaza-Streifen hatten am 8. Juli mit einer israelischen Militäroffensive begonnen, die als Reaktion auf anhaltenden Raketenbeschuss aus dem Palästinensergebiet erfolgte. Mit sechs weiteren Toten stieg die Zahl der palästinensischen Opfer am Dienstag, dem 50. Tag der Konfrontation, auf 2137. Darunter waren nach Uno-Angaben 491 Kinder und 253 Frauen. Auf israelischer Seite wurden 64 Soldaten, drei israelische Zivilisten und ein thailändischer Landarbeiter getötet.

heb/dpa/AFP/Reuters

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