Gaza-Streifen: Drei Kinder bei israelischen Luftangriffen verletzt

Die israelische Armee hat auf einen Raketenbeschuss durch radikale Palästinenser reagiert und mit Flugzeugen und Hubschraubern Ziele im Gaza-Streifen beschossen. Bei den Luftangriffen wurden drei Kinder verletzt.

Nahost-Konflikt: Gaza-Streifen nach israelischen Luftangriffen
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AFP

Gaza - Israel hat am Freitag den von Palästinensern bewohnten Gaza-Streifen beschossen. Nach palästinensischen Angaben flogen Kampfflugzeuge insgesamt sechs Angriffe auf verschiedene Ziele. Die israelische Luftwaffe beschoss demnach mehrere Einrichtungen nahe Chan Junis im Süden des Gebietes, darunter ein Lager der Kassam-Brigaden, dem bewaffneten Arm der im Gaza-Streifen regierenden radikal-islamischen Hamas. Getroffen worden sei auch das Flüchtlingslager Nusseirat sowie eine Fabrik im Westen von Gaza-Stadt.

Wie palästinensische Rettungskräfte berichteten, wurden in der Nacht drei Kinder im Alter von zwei, vier und elf Jahren verletzt. Sie seien nach einem Angriff auf den Westteil von Gaza-Stadt von herumfliegenden Glasscherben getroffen worden.

Die Angriffe sind Israels Antwort auf eine Kurzstreckenrakete, die radikale Palästinenser am Donnerstag über die Grenze in israelisches Territorium abgefeuert hatten. Das Geschoss schlug in der Stadt Aschkelon ein, richtete aber lediglich Sachschaden an.

Israel hat angedroht, die radikal-islamische Hamas für Angriffe aus dem Gaza-Streifen zur Rechenschaft zu ziehen.

Wie die israelische Armee am Donnerstag mitteilte, wurden seit Jahresbeginn mehr als 40 Raketen und Mörsergranaten in Richtung Israel abgefeuert, davon alleine 20 im Monat März. Vor zwei Wochen wurde bei einem dieser Angriffe ein aus Thailand stammender Landarbeiter in einem israelischen Kibbuz getötet.

In den vergangenen Tagen lieferten sich israelische Truppen und radikale Palästinenser Scharmützel an der Grenze zum Gaza-Streifen. Die derzeitige Gewaltwelle ist die schwerste seit der 22-tägigen israelischen Offensive in dem Palästinensergebiet Anfang 2009. Damals waren rund 1400 Palästinenser und 13 Israelis ums Leben gekommen.

siu/AFP/Reuters

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