Gaza-Streifen Israel fliegt schwersten Luftangriff seit Monaten

Es ist der heftigste Beschuss seit Monaten: Die israelische Armee hat im Gaza-Streifen fünf militante Palästinenser getötet. Die Männer sollen Raketenangriffe auf Israel geplant haben.

Beschuss im Gazastreifen: Eine Frau trauert um ihren bei dem Luftangriff getöteten Mann
REUTERS

Beschuss im Gazastreifen: Eine Frau trauert um ihren bei dem Luftangriff getöteten Mann


Gaza - Militärschlag gegen militante Palästinenser: Die israelische Armee teilte mit, sie habe bei dem schwersten Luftangriff auf den Gaza-Streifen seit Monaten eine Gruppe von Männern beschossen, die Raketenangriffe auf Israel vorbereitet hätten. Der Vorfall ereignete sich in der Stadt Deir al-Balah.

Bei den Getöteten handelte es sich den Angaben zufolge um Mitglieder einer radikalislamischen Splittergruppe. Sie hätten die Militärorganisation der Hamas verlassen, weil diese ihnen nicht radikal genug war, hieß es. Auch palästinensische Mitarbeiter eines Krankenhauses erklärten, es handele sich bei den Getöteten um Militante.

Die islamistische Hamas versucht nach eigenen Angaben, Raketenangriffe von ihrem Gebiet auf Israel zu unterbinden. Kleinere Gruppen versuchen aber weiterhin, solche Anschläge zu verüben.

Seit Jahresbeginn haben militante Palästinenser in Gaza nach israelischen Armeeangaben mehr als 200 Raketen und Mörsergranaten auf Israel abgefeuert. Vor zwei Jahren hatte Israel mit einer blutigen Offensive im Gaza-Streifen versucht, den ständigen Raketenbeschuss seiner Grenzorte zu unterbinden. Dabei wurden etwa 1400 Palästinenser getötet und Tausende weitere verletzt. Die Zahl der Raketenangriffe auf Israel ging nach dem Gaza-Krieg erheblich zurück.

Die Hamas herrscht seit einem gewaltsamen Putsch Mitte 2007 allein im Gaza-Streifen. Israel hatte nach der Entführung eines israelischen Soldaten in das Palästinensergebiet vor mehr als vier Jahren eine Blockade verhängt und nach dem Hamas-Putsch weiter verschärft. Im Sommer wurde die Sperre nach internationaler Kritik an der blutigen Stürmung eines pro-palästinensischen Hilfsschiffs, bei der Israels Armee neun türkische Aktivisten tötete, etwas gelockert. Die Europäische Union verlangt von Israel jedoch weiterhin die "sofortige, dauerhafte und bedingungslose Öffnung" der Grenzen zum Gaza-Streifen.

anr/dpa/Reuters

Mehr zum Thema


Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 46 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
MarkusB, 19.12.2010
1. .
Mein Mitleid hält sich in Grenzen. Irgendwann müssen die Araber es doch einsehen das sie ein deutlich angenehmeres Leben hätten, würden sie mit den Israelis Frieden schliessen. Aber Paliwood macht gute Arbeit. Stets hört man immer zu erst von den Scharmützeln wenn die Israelis ZURÜCK schiessen. Die ersten Raketen der Islamisten sind meist keine Meldung wert. Interessant wird es für unsere Medien aber erst wenn der "böse" Jude zurück schiesst. Und wieso sieht man bei den Palästinenser IMMER Kinder als Opfer? Oder wenigstens eine Puppe auf dem Schutthufen platziert?
syramon 19.12.2010
2. ...
Zitat von MarkusBMein Mitleid hält sich in Grenzen. Irgendwann müssen die Araber es doch einsehen das sie ein deutlich angenehmeres Leben hätten, würden sie mit den Israelis Frieden schliessen. Aber Paliwood macht gute Arbeit. Stets hört man immer zu erst von den Scharmützeln wenn die Israelis ZURÜCK schiessen. Die ersten Raketen der Islamisten sind meist keine Meldung wert. Interessant wird es für unsere Medien aber erst wenn der "böse" Jude zurück schiesst. Und wieso sieht man bei den Palästinenser IMMER Kinder als Opfer? Oder wenigstens eine Puppe auf dem Schutthufen platziert?
Mit religiösen Hardlinern wird's keinen Frieden geben. Vielleicht weils die Bösen dort auch gibt, wie überall? Ganz einfach.Die können nicht so schnell vor Jagdbombern davonlaufen.
Skeptiker1964 19.12.2010
3. Freiheit für die Titel
Zitat von sysopEs ist der schwerste Luftangriff seit Monaten: Die israelische Armee hat im Gaza-Streifen fünf militante Palästinenser getötet. Die Männer sollen Raketenangriffe auf Israel geplant haben. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,735531,00.html
[Quote]Bei den Getöteten handelte es sich den Angaben zufolge um Mitglieder einer radikalislamischen Splittergruppe. [B]Sie hätten die Militärorganisation der Hamas verlassen, weil diese ihnen nicht radikal genug war, hieß es.[/] Auch palästinensische Mitarbeiter eines Krankenhauses erklärten, es handele sich bei den Getöteten um Militante. Mit Terroristen, denen die Hamas noch nicht radikal genug ist, kann man nicht verhandeln oder diskutieren. Israel hatte keine andere Wahl. Christian
aristophanis, 19.12.2010
4. immer kinder
Zitat von MarkusBMein Mitleid hält sich in Grenzen. Irgendwann müssen die Araber es doch einsehen das sie ein deutlich angenehmeres Leben hätten, würden sie mit den Israelis Frieden schliessen. Aber Paliwood macht gute Arbeit. Stets hört man immer zu erst von den Scharmützeln wenn die Israelis ZURÜCK schiessen. Die ersten Raketen der Islamisten sind meist keine Meldung wert. Interessant wird es für unsere Medien aber erst wenn der "böse" Jude zurück schiesst. Und wieso sieht man bei den Palästinenser IMMER Kinder als Opfer? Oder wenigstens eine Puppe auf dem Schutthufen platziert?
weil palästinensische kinder durch israelische bomben sterben und keine israelische. ist es so kompliziert zu verstehen??
Baracke Osama, 19.12.2010
5. --
Zitat von aristophanisweil palästinensische kinder durch israelische bomben sterben und keine israelische. ist es so kompliziert zu verstehen??
Manche plappern vorgefertigte Texte nach und sehen nur das was sie sehen wollen (auf einem Auge blind würde ich sagen).
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge! zum Forum...

© SPIEGEL ONLINE 2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.