Gaza-Streifen Mindestens vier Tote nach israelischem Luftangriff

Luftangriffe auf den Gaza-Streifen, Raketenattacken auf Israel: Bei neuen Auseinandersetzungen im Nahen Osten starben mindestens vier Menschen. Die israelische Regierung rechtfertigte die Militäraktion mit dem fortwährendem Beschuss militanter Palästinenser.


Hamburg/Jerusalem - Bei einem israelischen Luftangriff im Gaza-Streifen sind nach palästinensischen Angaben in der Nacht zum Mittwoch vier Palästinenser getötet worden. Wie die Tageszeitung "Jerusalem Post" in ihrer Onlineausgabe unter Berufung auf das Militär berichtete, galt der Angriff einer Granatwerferstellung radikaler Palästinenser, von der aus zuvor sieben Geschosse auf israelisches Gebiet abgefeuert worden seien. Die radikal-islamische Hamas bezeichnete den Angriff als Bruch der seit Juni geltenden Waffenruhe.

Am Dienstagabend war es dem Bericht zufolge bereits zu einem Schusswechsel gekommen, als eine israelischen Spezialeinheit im Gaza-Streifen einen von Hamas-Aktivisten gegrabenen Tunnel sprengen wollte. Nach Armeeangaben kam dabei eine nicht genannte Zahl von Palästinensern ums Leben.

Wie ein israelischer Armeesprecher der Nachrichtenagentur AFP sagte, schlugen in der Nacht zu Mittwoch mehr als 40 Geschosse auf israelischem Boden ein. Allein am frühen Morgen seien über 20 Raketen vom Gaza-Streifen aus auf den Süden des Landes abgeschossen worden. Er machte zunächst keine Angaben zu Schäden oder Verletzten.

flo/dpa/AFP



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