Hilfe beim Wiederaufbau Uno-Generalsekretär sichert Gaza Solidarität zu

"Wir stehen an eurer Seite", sagte Uno-Generalsekretär Ban bei seinem Besuch im Gaza-Streifen. 150 Lastwagen mit Baumaterialien seien unterwegs. Die Anerkennung Palästinas durch das britische Parlament sorgt derweil für Ärger in Israel.

Uno-Konvoi im Gaza-Streifen: Ban Ki Moon verspricht Solidarität
AFP

Uno-Konvoi im Gaza-Streifen: Ban Ki Moon verspricht Solidarität


Gaza - Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon hat am Dienstagmorgen stark zerstörte Wohngebiete im Gaza-Streifen besichtigt. Den Einwohnern sicherte er die Unterstützung der internationalen Gemeinschaft beim Wiederaufbau zugesichert. "Wir stehen an eurer Seite", sagte Ban bei einem Treffen mit Ministern der palästinensischen Einheitsregierung von Fatah und Hamas. Ban hatte den Gaza-Streifen zuletzt im Februar 2012 besucht.

Der Uno-Generalsekretär besuchte eine Schule der Vereinten Nationen im Flüchtlingslager Dschabalia im Norden des isolierten Palästinensergebiets. Er sprach auch mit Einwohnern des Viertels Schadschaija. Der Außenbezirk hatte im Gaza-Krieg zwischen Israel und islamistischen Palästinensermilizen stark gelitten und liegt teilweise in Trümmern. Ban versicherte vor Ort, eine erste Lieferung von 150 Lastwagen mit Baumaterialien werde noch am Dienstag in dem Küstenstreifen eintreffen.

Ban hatte am Sonntag bei einer internationalen Wiederaufbaukonferenz in Kairo angekündigt, er wolle "den Einwohnern von Gaza direkt persönlich zuhören". Auf Druck des israelischen Militärs, das darauf bestand, den Grenzübergang Erez wegen jüdischer Feiertage frühzeitig zu schließen, wurde das vorgesehene Besuchsprogramm des Uno-Chefs deutlich verkürzt.

Israel kritisiert britisches Votum

Ein weiteres positives Signal an die Palästinenser kam am Montagabend von Großbritannien: Das britische Parlament hat die Regierung mit großer Mehrheit aufgefordert, einen Staat Palästina anzuerkennen. Dies sei ein Beitrag, um eine ausgehandelte Zwei-Staaten-Lösung sicherzustellen, hieß es in dem Antrag. Das Abstimmungsergebnis ist für die britische Regierung nicht bindend, gilt jedoch als Niederlage Israels.

Entsprechend kritisch reagierte Israel: "Der Weg zu einem Palästinenserstaat führt durch das Verhandlungszimmer", teilte das Außenministerium in Jerusalem am Dienstag mit. "Eine vorzeitige internationale Anerkennung sendet eine problematische Botschaft an die palästinensische Führung, dass sie die harten Entscheidungen umgehen können, die beide Seiten treffen müssen."

Die Palästinenserführung hingegen begrüßte das britische Votum. Außenminister Riad Malki teilte mit, die Entscheidung korrigiere eine "historische Ungerechtigkeit".

vek/dpa/AFP



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doktor-nötigenfalls 14.10.2014
1. Ein ermutigendes Zeichen
Sicherlich ist die britische Erklärung ermutigend für die Sache der Palästinenser, aber zielführender wäre es gewesen, wenn sich das Parlament der jüngst geäußerten klaren Kritik des UN-Generalsekretärs Ban Ki Moon am israelischen Siedlungsbau angeschlossen hätte. Solange der Siedlungsbau weitergeht, liegt ein dauerhafter Frieden in weiter Ferne.
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