Gaza-Konflikt Uno beklagt zunehmenden Antisemitismus in Europa

Die Vereinten Nationen haben den Anstieg antisemitischer Übergriffe beklagt. Besonders in Europa hätten solche Attacken zugenommen, so Generalsekretär Ban Ki Moon.

Anti-Israel-Demo in Berlin (am 25. Juli): Uno-General besorgt
REUTERS

Anti-Israel-Demo in Berlin (am 25. Juli): Uno-General besorgt


New York - Nach einer Reihe israelkritischer Demonstrationen im Zusammenhang mit dem Gaza-Konflikt hat Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon eine Zunahme des Antisemitismus verurteilt. "Der Konflikt im Nahen Osten darf kein Vorwand für Vorurteile werden, die den sozialen Frieden und die Harmonie überall beeinflussen könnten", hieß es in einer am Sonntagabend (Ortszeit) in New York herausgegebenen Erklärung.

Ban bezog sich besonders auf die Proteste der vergangenen Wochen in Europa. Gerade in Frankreich waren in den vergangenen Tagen mehrfach propalästinensische Demonstrationen in Krawalle und offene Gewalt umgeschlagen.

Auch in Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden und anderen Ländern kam es zu Protesten mit vereinzelten antisemitischen Ausfällen. Vertreter der Bundesregierung hatten sich besorgt über die Vorfälle gezeigt.

Ban betonte, dass der Gaza-Konflikt durch ein sofortiges Ende der Gewalt und Verhandlungen gelöst werden müsse.

fab/AFP/dpa

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