Gaza-Konflikt Israels Armee vereitelt Hamas-Angriff auf Kibbuz

Mehrere Hamas-Kämpfer sind durch einen Tunnel vom Gazastreifen nach Israel eingedrungen. Offenbar wollten sie einen Kibbuz in Grenznähe überfallen. Die Armee konnte den Angriff verhindern.

Tunnel zwischen Israel und Gaza (Archivbild): Hamas-Kämpfer wollten Kibbuz angreifen
REUTERS

Tunnel zwischen Israel und Gaza (Archivbild): Hamas-Kämpfer wollten Kibbuz angreifen


Gaza/Jerusalem - Wenige Stunden vor dem geplanten Beginn einer Waffenruhe mit der Hamas hat die israelische Armee nach eigenen Angaben einen Terrorangriff verhindert. 13 schwer bewaffnete Palästinenser seien durch einen Tunnel aus dem südlichen Teil des Gazastreifens etwa 250 Meter weit nach Israel vorgedrungen, teilte das Militär mit.

Die Streitkräfte entdeckten die Angreifer kurz nachdem diese den Tunnel auf israelischer Seite verlassen hatten. Offenbar wollten sie den Kibbuz Sufa angreifen, der einen Kilometer entfernt liegt. Auf Luftbildern, die das israelische Militär veröffentlichte, ist zu sehen, wie die Kämpfer aus der Luft beschossen werden. Nach Angaben von Armeesprecher Peter Lerner soll bei dem Angriff mindestens ein Hamas-Kämpfer getötet worden sein. Die anderen Eindringlinge konnten offenbar durch den Tunnel in den Gazastreifen flüchten.

Die Kassam-Brigaden - der militärische Arm der Hamas - übernahmen die Verantwortung für den Angriff. Die Miliz behauptet, alle Kämpfer seien unversehrt nach Gaza zurückgekehrt.

Trotz des nächtlichen Anschlagsversuchs hält Israel an einer fünfstündigen Waffenruhe im Gazastreifen fest. Die Feuerpause, die um 9 Uhr MESZ in Kraft trat, soll den Menschen im Kriegsgebiet die Möglichkeit geben, sich im Krankenhaus behandeln zu lassen oder Lebensmittel zu besorgen.

Israels Armee betonte jedoch, man werde entschlossen antworten, wenn die Hamas während der vereinbarten Feuerpause Raketen abschießen sollte. Die Einwohner der Ortschaften Beit Lahia und Sadschaija seien weiterhin aufgefordert, ihre Häuser zu räumen - das sind insgesamt mehr als 250.000 Menschen.

syd/AFP/AP

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