Massenproteste in Gaza Palästinensischer Journalist stirbt an Schussverletzungen

Die israelische Armee schoss bei Protesten in Gaza auf einen palästinensischen Journalisten. Das war vor zwei Wochen. Nun ist der Mann an den Verletzungen gestorben.

Unruhen in Gaza
REUTERS

Unruhen in Gaza


Seit Ende März demonstrieren Palästinenser zu Tausenden am Gazastreifen. Sie pochen auf ein "Recht auf Rückkehr" in das heutige israelische Staatsgebiet. Israel lehnt das ab. Immer wieder kommt es dabei zu blutigen Zusammenstößen: Ein palästinensischer Journalist ist nun an seinen Verletzungen gestorben.

Vor zwei Wochen war er bei den Massenprotesten durch Schüsse verletzt worden, wie das Gesundheitsministerium in Gaza am Mittwoch mitteilte. Der Palästinenser hatte für eine lokale Radiostation gearbeitet. Er war noch zur Behandlung nach Ramallah ins Westjordanland gebracht worden und dann nach Jerusalem in ein israelisches Krankenhaus.

Der Reporter ist der zweite bei den Unruhen getötete Journalist. Die Zahl der insgesamt seit Ende März getöteten Palästinenser erhöht sich damit auf 42. Anlass der Proteste ist der 70. Jahrestag der Gründung Israels. Palästinenser sehen diese als Katastrophe an.

Anlass für Massendemonstrationen unter dem Titel "Marsch der Rückkehr" ist der 70. Jahrestag der israelischen Staatsgründung. Die Palästinenser sehen die Staatsgründung als Katastrophe an, weil 1948 Hunderttausende von ihnen fliehen mussten oder vertrieben wurden.

mho/dpa



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