Gazastreifen Zwei Tote nach israelischem Luftangriff 

Als Reaktion auf Raketenabschüsse aus dem Gazastreifen hat Israel mehrere Ziele der Hamas aus der Luft angegriffen. Dabei sollen zwei Menschen getötet worden sein.

REUTERS

Die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels durch die USA hat zu einem neuen Ausbruch der Gewalt geführt. Bei israelischen Luftangriffen im Gazastreifen sind laut palästinensischem Gesundheitsministerium zwei Menschen getötet und 15 weitere verletzt worden.

Als Reaktion auf Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen hatte die israelische Luftwaffe vier Standorte der radikalislamischen Hamas angegriffen, wie die israelische Armee in der Nacht zum Samstag mitteilte. Zwei Waffenfabriken, ein Waffenlager und ein Militärstützpunkt seien getroffen worden. Bereits am Freitag waren nach palästinensischen Angaben zwei weitere Menschen getötet worden.

Am Freitagabend war eine Rakete aus dem Gazastreifen in der südisraelischen Stadt Sderot eingeschlagen. Nach einem Bericht der Tageszeitung "Haaretz" wurden Autos beschädigt, Verletzte gab es keine. Die israelische Raketenabwehr fing ein weiteres Geschoss ab, von einer dritten Rakete wurde zunächst kein Einschlag gemeldet.

"Die Raketen, die auf israelische Gemeinden abgefeuert wurden, sind ein schwerer Akt der Aggression", teilte die Armee mit. "Die Hamas ist verantwortlich für diese Angriffe, die das Leben von Zivilisten bedrohen, und alle Aktionen, die vom Gazastreifen ausgehen."

Als Reaktion auf Trumps Erklärung, Jerusalem als Israels Hauptstadt anzuerkennen, war zuvor bei Unruhen in Jerusalem und den Palästinensergebieten ein Mann getötet worden. Hunderte Menschen wurden verletzt. Viele erlitten Schusswunden, die Mehrheit durch Gummimantelgeschosse, wie der palästinensische Rettungsdienst Roter Halbmond am Freitag mitteilte. Bei dem Todesopfer handelt es sich um einen Palästinenser.

asc/dpa/AFP



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