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Geberkonferenz: Milliarden für den Wiederaufbau in Gaza

Die Amerikaner wollen dafür sorgen, dass die Hamas nichts von dem Geld bekommt: Fast 4,5 Milliarden Dollar pumpt die internationale Staatengemeinschaft in den Wiederaufbau des Gaza-Streifens. Die Geberkonferenz in Scharm al-Scheich forderte Israel auf, die blockierten Grenzübergänge zu öffnen.

Scharm al-Scheich - Die internationale Staatengemeinschaft hilft den Palästinensern beim Ankurbeln der Wirtschaft und beim Wiederaufbau im Gaza-Streifen. Für die kommenden zwei Jahre wurden bei der Geberkonferenz im äygptischen Scharm-al-Scheich insgesamt 4,481 Milliarden US-Dollar (fast 3,56 Milliarden Euro) versprochen.

Zusammen mit Geldern, die bereits in den vergangenen Wochen angekündigt worden seien , belaufe sich die Gesamtsumme für den Gaza-Streifen in den kommenden zwei Jahren damit auf rund 4,13 Milliarden Euro, teilte Ägyptens Außenminister Ahmed Abul al-Gheit mit.

Den größten Beitrag will das islamische Königreich Saudi-Arabien leisten, das Hilfen im Wert von einer Milliarde US-Dollar ankündigte. 900 Millionen Dollar Hilfe sagten die USA zu. US-Außenministerin Hillary Clinton betonte, die Hilfen würden in Zusammenarbeit mit der palästinensischen Regierung in Ramallah und Präsident Mahmud Abbas gewährt.

In Anspielung auf die radikal-islamische Hamas, die den Gaza-Streifen kontrolliert, sagte sie, Washington werde dafür sorgen, dass die "Extremisten" nichts von diesem Geld erhielten. Anders als ihre Vorgängerin Condoleezza Rice forderte Clinton die Hamas auf ihrer ersten Nahostreise als Außenministerin aber nicht auf, "dem Terrorismus abzuschwören". Hamas-Sprecher Fausi Barhum forderte in Gaza, die internationale Gemeinschaft müsse die Herrschaft der Hamas im Gaza-Streifen anerkennen.

"Wir haben auch die Hoffnung, dass das, was jetzt wieder aufgebaut wird, nicht erneut zerstört wird", sagte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier. Dafür seien eine dauerhafte Vereinbarung über einen Waffenstillstand zwischen Israel und allen Palästinensergruppen sowie die Wiederaufnahme direkter Friedensgespräche notwendig. Steinmeier kündigte an, dass sich die Bundesregierung mit 150 Millionen Euro am Wiederaufbau im Gaza-Streifen beteiligen werde.

Einmütig forderten die Konferenzteilnehmer Israel auf, die Blockade des Gaza-Streifens zu beenden. "Das Hauptproblem ist im Moment nicht die Finanzierung, sondern der Zugang", sagte EU-Außenkommissarin Benita Ferrero-Waldner zum Gaza-Streifen. Die Grenzübergänge zu Israel und Ägypten müssten sofort geöffnet werden. "Wir alle wissen, was für den Frieden notwendig ist, auf was warten wir also, auf eine Regierung, die wir mögen?", fragte Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy.

als/dpa/AFP/AP

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