Indien: Mindestens 17 Maoisten bei Gefechten getötet

Bei Kämpfen in Zentralindien haben Sicherheitskräfte mehr als 17 maoistischen Rebellen getötet. Sie lieferten sich stundenlange Gefechte. Der blutige Konflikt um die Verteilung des Landes hat bereits Hunderte Menschenleben gefordert.

Neu Delhi - Bei Auseinandersetzungen im zentralindischen Bundesstaat Chhattisgarh haben Sicherheitskräfte mindestens 17 bewaffnete Maoisten getötet. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, starben die Rebellen im Distrikt Bijapur. Außerdem seien sechs Angehörige der paramilitärischen Bundespolizei den mehrstündigen Kämpfen in der Nacht verletzt worden.

Die Schießerei ereignete sich demnach in einer Urwaldregion knapp 300 Kilometer südlich von Raipur, der Hauptstadt von Chhattisgarh. In dem Bundesstaat hatten Maoisten im Mai sechs Polizisten und einen Zivilisten erschossen.

Wie die Nachrichtenagentur dpa meldete, kamen im Nachbardistrikt Sukma zwei Rebellen ums Leben. Fünf weitere wurden gefangen genommen.

Die Maoisten kämpfen nach eigener Aussage für die Rechte der armen Landbevölkerung. Sie sind in mehr als einem Drittel der 626 indischen Distrikte aktiv. Seit 1967 kämpfen die linksgerichteten Maoisten in den armen Urwaldregionen vor allem im Osten und im Norden Indiens gegen die Staatsmacht. Es geht vorwiegend um die Verteilung des Landes.

Bereits Dutzende Menschen kamen bei Gefechten ums Leben. Nach Angaben der Nichtregierungsorganisation South Asia Terrorism Portal fielen dem Konflikt seit 2005 landesweit mehr als 5700 Menschen zum Opfer. Immer wieder werden auch Polizisten und Soldaten durch am Straßenrand versteckte Sprengfallen getötet.

heb/dpa/AFP

Diesen Artikel...
  • Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
  • Auf anderen Social Networks teilen

Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 2 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. nettes Bild
Heinz-und-Kunz 29.06.2012
Zeigt das nicht den Angriff der islamischen Terroristen auf diverse Hotels in Bombay vor ein paar Jahren?
2. Die Linke kaempft schon seit 1967
rolandjulius 29.06.2012
Gibt das nicht zu Denken? Hunderte Millionen von Menschen obdachlos und ohne Arbeit. Was macht der Westen gegen diese Tragoedie? Irgendwer hat dieses soziale Problem verursacht. Ich kann mir gut vorstellen, dass die hundertjaehrige Kolonialisierung der Briten hier eine grosse geschichtliche Rolle spielte. Die Inder sollten die Briten wegen einer Gutmachung zur Kasse bitten, und das Geld den Beduerftigen zukommen lassen. Camerun ist doch so reich, dass er sogar 21 Milliarden Dollar fuer Atom-u-Bote ausgeben kann. Wem ist eigentlich in Wirklichkeit mit so einem Auftrag geholfen?
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Politik
Twitter | RSS
alles aus der Rubrik Ausland
RSS
alles zum Thema Indien
RSS

© SPIEGEL ONLINE 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



  • Drucken Senden
  • Nutzungsrechte Feedback
  • Kommentieren | 2 Kommentare

Fläche: 3.166.414 km²

Bevölkerung: 1213,370 Mio.

Hauptstadt: Neu-Delhi

Staatsoberhaupt:
Pranab Mukherjee

Regierungschef: Narendra Modi

Mehr auf der Themenseite | Wikipedia | Indien-Reiseseite