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Geheimdienstbericht: US-Luftwaffe erwog Atombomben-Angriff auf China

Für den Fall einer Zuspitzung des Taiwan-Konflikts hat die US-Luftwaffe 1958 einen Atombombenangriff auf China erwogen. Das geht aus erstmals veröffentlichten Geheimdokumenten der US-Armee hervor. Der damalige Präsident Eisenhower habe die Pläne wieder entschärft.

Washington - Die Geheimdokumente der US-Armee wurden erstmals am Mittwoch freigegeben, berichtet die Nachrichtenagentur AFP. Der Plan der US-Luftwaffe sah demnach unter anderem vor, eine Atombombe über chinesische Flughäfen in Amoy (heute Xiamen) abzuwerfen, falls Peking den Zugang zu nahe an China gelegene Inseln um Taiwan blockiert hätte. Das Vorhaben sei jedoch verworfen worden, heißt es weiter.

Der damalige US-Präsident Dwight Eisenhower habe, nachdem er davon erfuhr, die U.S. Air Force aufgefordert, für den Fall einer Zuspitzung der Krise zwischen China und Taiwan auf konventionelle Bomben gegen die chinesische Armee zurückzugreifen.

Der Bericht mit den entsprechenden Dokumenten wurde gemäß dem Gesetz zur Informationsfreiheit (Freedom of Information Act) vom regierungsunabhängigen Nationalen Sicherheitsarchiv USA an der angesehenen George-Washington-Universität der US-Hauptstadt veröffentlicht.

amz/AFP

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