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26. Juni 2012, 09:39 Uhr

Qaida-Terror

Geheimdienste warnen vor norwegischem Attentäter

Dieses Szenario fürchten Geheimdienste: Ein Europäer wird von al-Qaida geschult und kann ungehindert reisen, um Anschläge zu verüben. Ein Norweger erfüllt nun genau diese Kriterien. Der Mann soll eine Terrorausbildung erhalten haben und auf seinen Einsatzbefehl warten.

Stockholm - Europäische Sicherheitsbehörden warnen vor einem Anschlag eines norwegischen Attentäters. Der Mann habe vom jemenitischen Zweig des Terrornetzwerks al-Qaida eine Terrorausbildung erhalten, sagten die Vertreter von drei europäischen Behörden der Nachrichtenagentur AP. Sie werden namentlich nicht näher benannt. Der Mann warte auf seinen Befehl, ein Attentat auszuführen - vermutlich in der westlichen Welt.

Bei dem Verdächtigen handele es sich um einen Mann um die 30 Jahre ohne Migrationshintergrund, hieß es weiter. Er sei 2008 zum Islam konvertiert und habe einige Monate lang im Jemen seine Ausbildung erhalten. Derzeit soll er sich noch immer in dem Land aufhalten. Der Verdächtige sei nicht vorbestraft und daher für al-Qaida ein besonders geeigneter Kandidat für die Rekrutierung. Er habe "nicht einmal einen Strafzettel wegen Falschparkens. Er ist vollkommen sauber, er kann überall hinreisen", sagte einer der Sicherheitsleute.

Die Sicherheitsbehörden fürchten seit langem ein Szenario, in dem eine zum Islam konvertierte und zum Terroristen ausgebildete Person ohne besondere Einschränkungen reisen kann und in Europa und den USA auch durch sein Äußeres kaum auffällt.

Welche Vorkehrungen getroffen würden, um den drohenden Anschlag zu verhindern, teilten die Vertreter der Behörden nicht mit. Es wurde jedoch betont, dass die westlichen Geheimdienste eng zusammenarbeiten, um Terroranschläge zu verhindern.

heb/AP

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