Geköpfte US-Geisel Chef der Entführer ist tot

Der Chef der Al-Qaida in Saudi-Arabien, Abdulasis al-Mukrin, ist arabischen Medienberichten zufolge getötet worden. Er hatte sich zur Entführung und Enthauptung der amerikanischen Geisel Paul Marshall Johnson bekannt.


Riad - Saudi-arabische Sicherheitskreise bestätigten am frühen Samstagmorgen einen Bericht des Fernsehsenders Al-Arabija, wonach Al-Mukrin und zwei weitere militante Islamisten bei einem Feuergefecht im Al-Malass-Distrikt der saudi-arabischen Hauptstadt Riad erschossen wurden. Zuvor hätten Polizisten das Gelände umstellt.

Al-Mukrin leitete nach Erkenntnissen amerikanischer und saudi-arabischer Sicherheitsbehörden die Aktivitäten der Al-Qaida auf der arabischen Halbinsel. Der 31-Jährige stand ganz oben auf der Fahndungsliste in Saudi-Arabien. Seine Gruppe soll hinter den meisten Anschlägen stecken, die in den vergangenen Monaten gegen westliche Personen und Einrichtungen verübt wurden. In den Kriegen in Afghanistan, Bosnien-Herzegowina und Somalia soll er Erfahrungen im Bombenbauen gesammelt haben.

Nach Angaben eines Sprechers der saudi-arabischen Botschaft in Washington hatten in den vergangenen Tagen rund 15.000 Sicherheitskräfte in Riad nach der Geisel Johnson gesucht. Jetzt werde die Suche nach weiteren Tätern und Hintermännern fortgesetzt.

Der 49-jährige Amerikaner Johnson war am Freitag enthauptet in Riad aufgefunden worden. Zuvor waren Aufnahmen von der Enthauptung im Internet verbreitet worden.



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