Geld an Libyen: Südafrika zahlt Gaddafis Milliarde zurück

Ein gewaltiges Vermögen hatte Libyens Diktator Gaddafi in Südafrika versteckt - mehr als eine Milliarde Dollar, in Bargeld, Schmuck und Gold. Nun soll der gewaltige Schatz zurück nach Libyen geschickt werden.

Libyscher Herrscher Gaddafi (2009): enormer Reichtum Zur Großansicht
REUTERS

Libyscher Herrscher Gaddafi (2009): enormer Reichtum

Pretoria - Der libysche Machthaber Muammar al-Gaddafi schwelgte in beinahe märchenhaftem Reichtum - dank der Ölvorkommen in Libyen. Auch zwei Jahre nach seinem Tod ist der Verbleib der Finanzreserven des Machthabers längst nicht komplett geklärt. Immerhin ein Teil des Vermögens soll jedoch schon bald zurück nach Libyen gebracht werden. Südafrika gibt dem Land mehr als eine Milliarde Dollar (770 Millionen Euro) zurück, die dieser bei südafrikanischen Banken deponiert hatte.

Die Rückgabe der Gaddafi-Gelder sei das Ergebnis bilateraler Verhandlungen auf Ministerebene, teilte das Finanzministerium am Freitag in Pretoria mit. Libyen hatte Anspruch auf Geldeinlagen, Diamanten und Gold in südafrikanischen Finanzinstituten erhoben. Es handele sich um "unrechtmäßig erworbenes" Vermögen des bei seinem Sturz getöteten Diktators, hieß es in einem Brief der Regierung in Tripoli an die südafrikanische Regierung. Gaddafi war 2011 bei seiner Flucht von Aufständischen gestellt und getötet worden.

"Die Sunday Times" hatte unter Berufung auf Finanzexperten der Regierung das in Südafrika befindliche Vermögen auf mehr als eine Milliarde Dollar geschätzt. Insgesamt soll Gaddafi der Zeitung "Business Day" zufolge weltweit ein Vermögen von insgesamt etwa 80 Milliarden Dollar versteckt haben.

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1. wie gewonnen so zeronnen
spengler.wolfgang 14.06.2013
schade das er das nicht miterleben kann. Leider wird kein andereq despot/diktator hier in afrika eine lehre daraus ziehen
2. Gaddafi ein Freund Südafrikas gewesen
susaz 14.06.2013
Der Präsident Libyens war ein Freund Zumas, von daher überrascht mich diese Information nicht: http://2010sdafrika.wordpress.com/2011/09/12/nein-zur-nato-ja-zu-gaddafi/
3. So ist das Leben
Freedem Fighters 15.06.2013
Zitat von sysopEin gewaltiges Vermögen hatte Libyens Diktator Gaddafi in Südafrika versteckt - mehr als eine Milliarde US-Dollar, in Bargeld, Schmuck und Gold. Nun soll der gewaltige Schatz zurück nach Libyen geschickt werden. Geld an Libyen: Südafrika zahlt Gaddafis Milliarde zurück - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/ausland/geld-an-libyen-suedafrika-zahlt-gaddafis-milliarde-zurueck-a-905860.html)
Bei 118 Milliarden Auslandsvervögen des Staates Libyen geradezu ein Klaks. Aber um Fakten geht es Spon ja nicht. Das ist eben die abgeschriebene Berichterstattung . Sonst wüsste man, das die vom Libyschen Staat im Ausland veranlagten Gelder aus Propagandagruenden immer als Gaddafi's Privatvermoegen ausgegeben wurden. Dafuer erfährt man aber bestimmt nichts über die Schiesserein die gerade in diesem Moment in Benghazi passieren. Es werden wieder mal Demonstranten erschossen.
4.
Hans58 15.06.2013
Zitat von Freedem Fighters... Dafuer erfährt man aber bestimmt nichts über die Schiesserein die gerade in diesem Moment in Benghazi passieren. Es werden wieder mal Demonstranten erschossen.
OT: Schießereien in Libyen sind an der Tagesordnung. Und wenn es "in dem Moment", in dem Sie Ihren Beitrag geschrieben haben, geschieht, ist es - wie bei allen Schießereien dort - tragisch, aber deshalb die Forderung zu erheben, das "laufende Programm" zu unterbrechen, gibt der Stellenwert dieser Nachricht sicher nicht her. Morgen steht es in den Tageszeitungen.
5.
lifeguard 15.06.2013
Zitat von Freedem FightersBei 118 Milliarden Auslandsvervögen des Staates Libyen geradezu ein Klaks. Aber um Fakten geht es Spon ja nicht. Das ist eben die abgeschriebene Berichterstattung . Sonst wüsste man, das die vom Libyschen Staat im Ausland veranlagten Gelder aus Propagandagruenden immer als Gaddafi's Privatvermoegen ausgegeben wurden. Dafuer erfährt man aber bestimmt nichts über die Schiesserein die gerade in diesem Moment in Benghazi passieren. Es werden wieder mal Demonstranten erschossen.
sie vergessen eines: libyen war bis 2011 gaddafis privatbesitz, so hat er das land behandelt. so ist dieser kontext das es sich um privatvermögen gaddafis handelt, durchaus zutreffend demonstranten werden erschossen: das war letzte woche, als aufgebrachte leute die basis einer offiziell der regierung unterstellten miliz stürmten und deren auflösung verlangt haben. die miliz hat daraufhin das feuer eröffnet. die basis ist daraufhin von einer einheit der special forces übernommen worden. der heutige zwischenfall sieht nach revange dieser miliz aus, nicht zu vergessen, das es noch immer einen kampf für oder gegen den föderalismus gibt.
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