Die Bushs im US-Wahlkampf Jetzt hilft George W. seinem Bruder Jeb

Der eine Bruder war schon US-Präsident, der andere möchte es gern werden: Zum ersten Mal in diesem Vorwahlkampf hat George W. Bush Werbung für Jeb gemacht - und gegen dessen Rivalen ausgeteilt.

Jeb und George W. Bush in South Carolina: Umarmung zweier Brüder
REUTERS

Jeb und George W. Bush in South Carolina: Umarmung zweier Brüder


Der frühere US-Präsident George W. Bush hat in South Carolina erstmals Wahlkampf mit seinem Bruder Jeb gemacht. "Ich habe Jeb in Aktion erlebt", sagte der 69-Jährige in Charleston. "Ihr könnt euch darauf verlassen, dass er sich auf der Weltbühne angemessen und vertrauenswürdig verhalten wird."

Ohne Namen zu nennen, ging er auch auf andere Bewerber der Republikaner ein: "Der Stärkste im Raum ist nicht der Lauteste", sagte Bush. Niemand brauche jemanden im Weißen Haus, der lediglich die Wut und die Frustration der US-Bürger auf Washington widerspiegele. Das dürfte ein klarer Seitenhieb auf Donald Trump gewesen sein.

George W. Bush war von 2001 bis 2009 Präsident der USA. Nach seiner Amtszeit stieg sein Ansehen in der US-Bevölkerung: Während 2009 in Umfragen nur 30 Prozent der Bürger einen guten Eindruck von ihm hatten, waren dies Ende Juni 2015 schon 52 Prozent. In South Carolina wurde er nun von seiner Frau Laura begleitet.

Laura, Jeb und George W. Bush auf Wahlkampftour in South Carolina
AFP

Laura, Jeb und George W. Bush auf Wahlkampftour in South Carolina

Jeb Bush galt bei den Republikanern anfangs als Favorit im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur, enttäuschte dann aber. Bei dem Caucus in Iowa holte der 63-Jährige nur 2,8 Prozent der Wählerstimmen, bei der Vorwahl in New Hampshire kam er auf 11 Prozent. Ein schlechtes Abschneiden bei der Vorwahl der Republikaner in South Carolina am kommenden Samstag könnte schon das Ende seiner Ambitionen für das Weiße Haus bedeuten (mehr über das letzte Gefecht der Bushs lesen Sie hier).

Bei den Vorwahlen sieben die beiden großen Parteien ihre Bewerber aus. Die jeweiligen Spitzenkandidaten der Republikaner und Demokraten werden dann auf Parteitagen im Sommer gekürt. Die Präsidentschaftswahl folgt am 8. November. George W. Bush hatte im Jahr 2000 die Vorwahl in South Carolina gewonnen.

Sehen Sie hier Jeb Bush im Videoporträt:

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aar/dpa

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