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Britische Medienberichte: Russische Truppentransporter sollen in die Ukraine vorgerückt sein

Russische Soldaten: Truppentransporter sollen in die Ukraine vorgerückt sein Zur Großansicht
REUTERS

Russische Soldaten: Truppentransporter sollen in die Ukraine vorgerückt sein

23 gepanzerte Fahrzeuge sollen über die Grenze auf ukrainisches Gebiet gefahren sein. Nach Berichten von Korrespondenten vor Ort sollen die Fahrzeuge im Schutz der Dunkelheit durch eine Lücke im Grenzzaun eingedrungen sein.

Moskau/Kiew - Knapp zwei Dutzend russische Militärfahrzeuge sollen über die russisch-ukrainische Grenze gelangt sein. Nach Informationen des britischen "Guardian" sollen die gepanzerten Fahrzeuge nach Einbruch der Dunkelheit auf ukrainisches Staatsgebiet vorgedrungen sein. Dabei sollen sie eine Lücke im Stacheldrahtzaun genutzt haben, der die Grenze markiert.

Die Regierung in Kiew soll an diesem Abschnitt die Kontrolle über die Grenze verloren haben. Die Korrespondenten Shaun Walker vom "Guardian" und Roland Oliphant vom "Telegraph" berichteten auf ihren Twitter-Profilen von bewaffneten Männern vor Ort und dass die Fahrzeuge offen als russisches Militär gekennzeichnet gewesen seien. Von einer russischen "Invasion" könne man dabei nicht sprechen, aber es sei auch unklar, wie weit und wie lange dieser kleinere Konvoi nun in der Ukraine bleiben soll.

Die rund 280 Lkw des offiziellen Konvois sollen hingegen nach wie vor stehen, offenbar hat die Kolonne rund 40 Kilometer vor der russisch-ukrainischen Grenze ihr Lager aufgeschlagen. Für die Fahrer und Begleiter des Konvois seien Zelte und Duschen aufgebaut worden, meldet die Korrespondentin der "Financial Times" per Twitter.

Dies berichten zahlreiche internationale Journalisten, die die Fahrzeuge begleiten. Laut "Guardian" habe die Kolonne gegen 15 Uhr (Ortszeit) die Straße in Richtung der Separatistenhochburg Luhansk (jenseits der Grenze) eingeschlagen. Später hätten die Lastwagen jedoch auf einem Feld an der Straße in der Region Rostow gestoppt.

Kiew lehnte eine Einfahrt der Fahrzeuge bislang kategorisch ab. Nur unter Kontrolle des Internationalen Roten Kreuzes und nach Abnahme durch ukrainische Grenzer sei eine Einreise möglich.

Die Ukraine fürchtet eine Grenzüberquerung, weil man eine russische Militäraktion unter dem Deckmantel der humanitären Hilfe befürchtet. Diese Verdächtigung hat Moskau inzwischen als "absurd" zurückgewiesen. International ranken sich aber weiter verschiedene Sorgen um den Konvoi: Diese reichen über Spekulationen, er sei ein trojanisches Pferd für eine Militärinvasion, über die Angst, er bereite eine Invasion vor, bis hin zu der Annahme, er sei ein Ablenkungsmanöver für Aktionen an anderer Stelle.

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insgesamt 278 Beiträge
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1. Mal was ganz neues ..
caillebotte 14.08.2014
die weißen LKWs werden dann de facto die Panzer schützen. Spass beiseite - mir ist nciht mehr nach Spass. Ich hoffe inständig, dass das eine Zeitungsente oder eine Fehlinformation ist. Und dann hoffe ich weiter, dass die NATO nicht so saublöd ist, wegen des Donezk-Beckens einen Atomkrieg mit Russland von Zaun zu brechen. Mich friert!
2. mieses Gefühl
zapp-zarapp 15.08.2014
Wenn Russland an humamitärer Hilfe gelegen ist, warum muss dann das Rote Kreuz so lange auf detaillierte Ladungsangaben warten, die scheinbar für eine Zügige Abfertigung, adäquate Lagerung und gezielte Verteilung nötig sind. Es wären mehrere Tage Zeit gewesen für diesen simplen bürokratischen Akt. Und warum steuert der Konvoi just jenen Grenzabschnitt an, den die Rebellen kontrollieren, wo doch von einer einvernehmlichen Regelung mit der ukrainischen Regierung die Rede war und dies zwingend eine effoziente ukrainische Grenzkontrolle voraussetzt. Wirso sollen die LKW über umkämpfte Routen fahren? Wer glaubt, dass hier nicht Etwas gewaltig stinkt, der kann ja ab morgen auch toten Fisch als Deo nutzen.
3. Gestern
t dog 15.08.2014
wusste man laut Spiegel nicht wo sich der Konvoi aufhalte und wohin er fährt. Jetzt ist von einer Gruppe internationaler Journalisten die Rede, die ihn angeblich begleitet. Was dürfen wir denn jetzt glauben?
4. Wer hätte das den NUR GEDACHT?!
JJGG 15.08.2014
Genau das habe ich vorgestern noch hier geschrieben. UND GENAU DAS PASSIERT! PUTIN VERARSCHT DIE WELT! UND WIEDER EINMAL KOMMT ER DAMIT DURCH! Es wäre zum Lachen, wenn er damit nicht die Gewalt anstacheln würde. Die 2 Dutzend LKWs sind mit Militärutensilien voll, diese werden heute nach in die Ukraine gebracht, wenn se zurück kommen wird von jedem LKW ne Kiste auf die 2 Dutzend leeren verteilt und morgen früh, sieht wieder alles so aus, als ob der Putin ein Messias wäre... Was für eine Verlogene Person!
5.
gievlos 15.08.2014
Die weiß lackierten Militärlastwagen, wenn überhaupt nur zu einem 1/4 gefüllt, sind ein einziges, riesiges, mediales Ablenkungsmanöver. Entweder für die nächste Stufe einer schleichenden Kriegserklärung, oder für den Rückzug, der dann ebenso heimlich ablaufen müsste, wie die direkte russische Intervention in der Ukraine. Hoffen wir, dass es letzteres ist und die Ukraine endlich zur Ruhe kommt und wiederaufgebaut werden kann. Potential hat das Land ein riesiges
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Russischer Konvoi: Weg in die Ukraine für Hilfsgüter bleibt unklar

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