Gescheiterter Haushalt: Romney gibt Obama Schuld an Spardiktat
Nach den gescheiterten Verhandlungen über den Haushalt stehen die Republikaner als Schuldige da. Doch die wollen den Vorwurf nicht auf sich sitzen lassen. Als erster teilte jetzt der gescheiterte Präsidentschaftskandidat Mitt Romney aus. Das Spardiktat sei eine klare Niederlage für Obama.
Washington - Seit seiner Niederlage bei der US-Präsidentschaftswahl hat er geschwiegen. Jetzt, knapp vier Monate später, meldet sich der Republikaner Mitt Romney erstmals in einem Interview wieder zu Wort - mit einer massiven Attacke gegen Präsident Barack Obama. Speziell an dessen Rolle in den jetzt gescheiterten Haushaltsverhandlungen lässt er kein gutes Haar. "Niemand kann der Meinung sein, dass das ein Erfolg für den Präsidenten gewesen ist", sagte Romney laut am Freitag vorab veröffentlichten Ausschnitten des Interviews mit Fox News.
"Er hat nicht geglaubt, dass die Sparzwänge eintreten. Doch sie treten ein", sagte der Ex-Gouverneur von Massachusetts. Der Präsident sei in den vergangenen Wochen quer durch das Land gereist und habe bei seinen Kundgebungen die Republikaner zum Sündenbock erklärt. "Was bringt das? Das veranlasst die Republikaner, sich hinter eine Wand zurückzuziehen und dann zurückzuschlagen." Das volle Interview soll am Sonntag ausgestrahlt werden.
Nach dem Scheitern der Verhandlungen stehen allein im aktuellen Budgetjahr automatische Kürzungen von 85 Milliarden Dollar an. Besonders betroffen wäre auch das Budget des Verteidigungsministeriums.
Romney war Anfang November als Präsidentschaftskandidat der Republikaner nach einem harten Wahlkampf an Obama gescheitert. Der Präsident sicherte sich in den Bundesstaaten 332 Wahlmännerstimmen, Romney kam nur auf 206 Wahlmänner. Auch beim landesweiten Stimmenanteil lag Obama mit 51 Prozent vorne, Romney gewann nur 48 Prozent der Stimmen.
mik/afp
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