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Gesetzentwurf: Frankreich will Freier von Prostituierten bestrafen

Freiwillige Prostitution gibt es nicht, sagt die französische Sozialministerin Bachelot und fordert die Bestrafung von Freiern. Über einen entsprechenden Gesetzentwurf soll das Parlament bald abstimmen.

Französische Ministerin Bachelot: "Man muss Freier bestrafen" Zur Großansicht
AFP

Französische Ministerin Bachelot: "Man muss Freier bestrafen"

Paris - Frankreich will künftig nach schwedischem Vorbild die Kunden von Prostituierten bestrafen. Ein entsprechender Gesetzentwurf werde demnächst dem Parlament zur Beratung vorgelegt, sagte die zuständige Sozialministerin Roselyn Bachelot in einem Interview der Zeitung "Le Parisien".

Sie rechne damit, dass das Gesetz schon im kommenden Jahr in Kraft treten könnte. "Ich stehe der Bestrafung der Freier positiv gegenüber, man muss sie bestrafen", sagte Bachelot in dem Interview. Vor einer parlamentarischen Kommission betonte sie am Mittwoch: "Anders als einige von ihnen uns glauben machen wollen, gibt es keine Prostitution aus freien Stücken." Sie sei vielmehr ein Angriff auf die Würde und auch Freiheit der Frau.

Vor der Kommission sprach sich Bachelot zugleich gegen den Gesetzentwurf eines konservativen Abgeordneten aus, der sexuelle Dienstleistungen gegen Bezahlung für Behinderte erlauben soll.

lgr/dpa

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insgesamt 105 Beiträge
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1. .
c++ 30.03.2011
Gute Idee, funktioniert in Schweden auch
2. <->
silenced 30.03.2011
Werden dann auch Frauen bestraft die sich Dienste von männlichen Prostituierten kaufen? Wenn schon denn schon, nicht immer nur alles Einseitig betrachten.
3. .
karsten rohde 30.03.2011
Zitat von silencedWerden dann auch Frauen bestraft die sich Dienste von männlichen Prostituierten kaufen? Wenn schon denn schon, nicht immer nur alles Einseitig betrachten.
Natuerlich nicht. Was fuer eine absurde Idee. Dieses 21. Jahrhundert wird religioes, in Europa mehr islamisch-religioes. Solche Gesetze passen dazu. Ich bin aber froh, dass ich das nur noch hoechstens 30 Jahre miterleben muss. Zum Glueck aber nicht mehr in Europa.
4. Völlig unpraktikabel
Micha_R3 30.03.2011
Zitat von c++Gute Idee, funktioniert in Schweden auch
*lach* - und wie! :-) Hab' vor einiger Zeit einen Bericht gesehen, wie das in Schweden so läuft. Selbst eine Delegation deutscher Abgeordneter, die die Bestrafung von Freiern auch hier einführen wollten zogen frustriert nach Hause. In Schweden helfen nicht mal Razzien, bei denen etwa Telefonverzeichnisse, Computer und Notizbücher der dortigen Prostituierten durchsucht werden, um an die Tel.Nrnoder Adressen der Freier zu gelangen. Um einen schwedischen Freier zu verurteilen, muss man ihn "in flagranti" erwischen, also beim Vollzug des Geschlechtsakts mit der Prostituierten. Das gelingt der schwedischen Polizei nur selten!
5. Politik ist die Extremform der Prostitution
anders_denker 30.03.2011
Zitat von sysopFreiwillige Prostitution gibt es nicht, sagt die französische Sozialministerin Bachelot und fordert die Bestrafung von Freiern. Über einen entsprechenden Gesetzentwurf soll das Parlament bald abstimmen. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,754113,00.html
Bitte bestrafen sie Ihre Wähler! Werden in Zukunft auch die Ladenbesitzer bestraft wenn man dort klaut?
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