Getöteter Offizier Iran droht Israel mit Vergeltung

Israels Militär soll einen iranischen Soldaten auf der syrischen Seite der Golanhöhen getötet haben. Jetzt droht Teheran mit "verheerenden Blitzschlägen". Die israelischen Streitkräfte sind in erhöhter Wachsamkeit.

Israelische Soldaten nahe der Grenze zum Libanon: Die Truppen wurden verstärkt
AFP

Israelische Soldaten nahe der Grenze zum Libanon: Die Truppen wurden verstärkt


Tel Aviv - Israel fürchtet Attacken aus Iran oder Syrien. Das Militär ist deshalb in erhöhter Wachsamkeit. Hintergrund ist der israelische Luftangriff auf die syrischen Golanhöhen am Sonntag. Dabei sollen iranischen und syrischen Angaben zufolge ein iranischer General und mindestens sechs Kämpfer der Schiitenmiliz Hisbollah getötet worden sein.

Iran droht Israel nun mit "verheerenden Blitzschlägen". Auch die Hisbollah will Vergeltung üben.

Zum Schutz habe Israels Armee nahe der Grenze zum Libanon das mobile Raketenabwehrsystem "Eisenkuppel" aufgestellt, berichtete der israelische Rundfunk am Dienstag. Außerdem seien die Truppen verstärkt worden. Eine Armeesprecherin wollte den Bericht nicht kommentieren. Auch den Angriff selbst haben die Streitkräfte weder bestätigt noch dementiert. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu berief für Dienstag eine Sitzung seines Sicherheitskabinetts ein.

"Die Zionisten haben schon in der Vergangenheit unseren Zorn erlebt und müssen auch jetzt mit verheerenden Blitzschlägen rechnen", sagte der Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden. Die Revolutionsgarden würden den Widerstand bis zum Zusammenbruch des Landes fortführen. "Wir machen solange weiter, bis die Wurzeln der Korruption in der Region vernichtet sind", sagte Mohammed Ali Dschafari laut der Nachrichtenagentur ISNA.

Der iranische General Mohammed Ali Allahdadi soll am Sonntag bei einem Helikopterangriff der Israelis auf der syrischen Seite der Golanhöhen umgekommen sein. Im Sechstagekrieg 1967 hatte Israel den Großteil der Golanhöhen erobert. Im syrischen Bürgerkrieg ist der syrische Teil der Golan immer wieder Ort blutiger Zusammenstöße verfeindeter Milizen.

ler/dpa

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