Gewalt Viele Tote bei Selbstmordanschlag in Pakistan

Er war als Frau verkleidet und sein Sprengsatz steckte unter einem Schleier: Ein Selbstmordattentäter hat in Pakistan mindestens 15 Menschen getötet - 19 weitere wurden verletzt.


Peschawar - Er fuhr in einer Rikscha an den Polizeiposten vor und hatte sich als Frau verkleidet - als Sicherheitskräfte Fahrzeuge kontrollieren wollten, explodierte der Sprengsatz, den der Mann unter seinem Schleier trug. Er habe eine Burka getragen, sagte ein Polizeisprecher über den Attentäter.

Mindestens 15 Menschen kamen bei dem Attentat in der Garnisonsstadt Bannu in der Grenzregion zu Afghanistan ums Leben. 19 weitere wurden Polizeiangaben zufolge verletzt.

Augenzeugen zufolge ereignete sich der Anschlag kurz nach dem Vorbeifahren eines Militärkonvois in der Nähe des Polizeipostens an einer großen Straßenkreuzung.

Bannu liegt am Rande des halbautonomen Stammesgebiets Nord-Waziristan. Dort haben Angriffe von Taliban-Anhängern in den vergangenen Monaten stark zugenommen. Der Nachrichtensender Geo TV berichtete, bei zwei weiteren Angriffen von Extremisten in Nord-Waziristan seien fünf Soldaten verletzt worden.

Im Nordwesten Pakistans kämpfen Sicherheitskräfte gegen Anhänger des Terrornetzwerks al-Qaida und der radikal-islamischen Taliban. Seit dem blutigen Sturm auf die Rote Moschee in Islamabad durch die pakistanische Armee im Juli hat es viele Anschläge auf Sicherheitskräfte in dem Land gegeben.

hen/AFP/dpa



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