US-Präsidentschaftswahl 2012: Newt Gingrich gibt auf

US-Republikaner Newt Gingrich zieht sich aus dem Rennen um die Präsidentschaftskandidatur zurück. Diese Entscheidung werde der Politiker kommende Woche bekanntgeben, berichten US-Fernsehsender. Damit ist der Weg für Mitt Romney endgültig frei.

Newt Gingrich: Der ehemalige Sprecher des Repräsentantenhauses wirft das HandtuchZur Großansicht
AFP

Newt Gingrich: Der ehemalige Sprecher des Repräsentantenhauses wirft das Handtuch

Washington - Ein weiterer Präsidentschaftsbewerber der US-Republikaner räumt das Feld: Newt Gingrich will sich aus dem Rennen um die Kandidatur seiner Partei zurückziehen, melden die US-Fernsehsender CNN und Fox.

Am kommenden Dienstag werde der Politiker bei einem Auftritt in Washington seine Entscheidung begründen und dabei seine Unterstützung für den Favoriten Mitt Romney erklären. Er werde seinen Wahlkampf als einfacher "Bürger" fortsetzen. Was damit gemeint sein sollte, erklärte Gingrich nicht.

Vor zwei Wochen hatte bereits Romneys ärgster Rivale Rick Santorum das Handtuch geworfen. Damit gilt praktisch als sicher, dass Mitt Romney Amtsinhaber Barack Obama bei der Wahl am 6. November herausfordern wird, auch wenn der Ex-Gouverneur von Massachusetts die erforderliche Zahl von Delegiertenstimmen für den Nominierungsparteitag bislang nicht erreicht hat. Am Dienstag hatte er im parteiinternen Rennen um die Kandidatur fünf weitere Vorwahlsiege eingefahren und damit den Abstand zwischen sich und seinen verbliebenen Konkurrenten weiter vergrößert.

Gingrich hatte bisher nur die Vorwahlen in seinem Heimatstaat Georgia und dem benachbarten South Carolina gewonnen. Sollte er tatsächlich aus dem Rennen aussteigen, hätte Romney nur noch einen Mitbewerber: den texanischen Kongressabgeordneten Ron Paul. Der hatte am Montag erklärt, er werde auf jeden Fall bis zum Nominierungsparteitag Ende August weiterkämpfen.

syd/Reuters/AFP/dpa

Diesen Artikel...
Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
Auf anderen Social Networks teilen
  • Xing
  • LinkedIn
  • Tumblr
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Digg
  • reddit
insgesamt 17 Beiträge
karlheinz33 25.04.2012
irrelevant. ron paul noch im rennen? das wollte ich lesen! ron paul könnte nach kennedy der nächste "richtige" präsident werden!
irrelevant. ron paul noch im rennen? das wollte ich lesen! ron paul könnte nach kennedy der nächste "richtige" präsident werden!
moritz123456789 25.04.2012
Nur das der SPON mal wieder kein Wort über Ihn verliert. Typisch!
Nur das der SPON mal wieder kein Wort über Ihn verliert. Typisch!
rodelaax 25.04.2012
Hat er geglaubt, dass Romney und Santorum plötzlich von einem Loch verschlungen werden, das sich seltsamerweise vor ihnen auftut? Gingrich, der mit den Mondbasen und ähnlichen Spinnereien, hatte schon seit längeren keine Chancen [...]
Hat er geglaubt, dass Romney und Santorum plötzlich von einem Loch verschlungen werden, das sich seltsamerweise vor ihnen auftut? Gingrich, der mit den Mondbasen und ähnlichen Spinnereien, hatte schon seit längeren keine Chancen mehr.
Bedlam 25.04.2012
Ron Paul wird nichtmal Präsidentschaftskandidat. Dessen Anhänger leiden scheinbar massiv unter Realitätsverlust.
Zitat von karlheinz33irrelevant. ron paul noch im rennen? das wollte ich lesen! ron paul könnte nach kennedy der nächste "richtige" präsident werden!
Ron Paul wird nichtmal Präsidentschaftskandidat. Dessen Anhänger leiden scheinbar massiv unter Realitätsverlust.
WhereIsMyMoney 25.04.2012
Der Weg für Romney frei? Das hoffen die Medien wohl, so ist der Weg frei für den üblichen "Wahlkampf"-schwachsinn. Nicht das die Journalisten tatsächlich echte Diskussionen mit Ron Paul bewerten müssen. Dann müsste man [...]
Der Weg für Romney frei? Das hoffen die Medien wohl, so ist der Weg frei für den üblichen "Wahlkampf"-schwachsinn. Nicht das die Journalisten tatsächlich echte Diskussionen mit Ron Paul bewerten müssen. Dann müsste man ja ein paar richtig unangenehme Wahrheiten aussprechen. Doch da muss ich euch enttäuschen. Er ist noch da. Gestern gewann er Iowa und Minnesota, obwohl nicht mal alle Delegiertenplätze vergeben sind. Es ist davon auszugehen, dass er in diesen Staaten haushoch gewinnt. Wollen wir dann mal sehen wie es bei der Convention aussieht.
News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Politik
alles aus der Rubrik Ausland
alles zum Thema Newt Gingrich

© SPIEGEL ONLINE 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



  • Mittwoch, 25.04.2012 – 16:59 Uhr
  • Drucken Versenden Feedback
  • Kommentieren | 17 Kommentare

Fläche: 9.632.000 km²

Bevölkerung: 310,384 Mio.

Hauptstadt: Washington, D.C.

Staats- und Regierungschef: Barack Obama

Vizepräsident: Joseph R. Biden

Mehr auf der Themenseite | Wikipedia | Lexikon | USA-Reiseseite


US-Wahl
In den USA liegt die exekutive Gewalt grundsätzlich beim Präsidenten, der Staatsoberhaupt, Regierungschef und Oberbefehlshaber der Streitkräfte in einer Person ist. Der Präsident wird alle vier Jahre neu gewählt, eine einmalige Wiederwahl ist möglich.
Die Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten ist eine indirekte Wahl: Am Wahltag, der immer am Dienstag nach dem ersten Montag im November stattfindet, wählt die US-Bevölkerung in jedem Bundesstaat Wahlmänner. Diese bilden das Wahlmännergremium, das offiziell erst im Dezember den Präsidenten und seinen Vize wählt. Dabei gilt in den allermeisten Bundesstaaten das Mehrheitswahlrecht: Die Wahlmänner eines Bundesstaates stimmen alle für den Präsidentschaftskandidaten, der in ihrem Staat die meisten Stimmen bekommen hat. Für den Gegner sind alle Wahlmänner verloren - egal wie knapp das Ergebnis ist ("Winner takes all"-Prinzip).




TOP



TOP