Gipfeltreffen EU und USA rüsten sich gemeinsam für Cyber-Attacken

Bei ihrem ersten Gipfeltreffen im neuen Format haben Vertreter von USA und Europäischer Union der Internetkriminalität den Kampf angesagt. In einer Arbeitsgruppe soll beraten werden, wie in Zukunft gegen zunehmende Netz-Attacken vorgegangen werden kann.

Obama, Van Rompuy und Barroso: Weiterarbeiten am Datenschutzabkommen
dpa

Obama, Van Rompuy und Barroso: Weiterarbeiten am Datenschutzabkommen


Lissabon - Die Europäische Union und die USA wollen ihre Zusammenarbeit im Kampf gegen Cyber-Angriffe verstärken. Beide Seiten hätten bei ihrem Gipfeltreffen in Lissabon beschlossen, eine gemeinsame Arbeitsgruppe zur Sicherheit des Internets einzurichten, sagte EU-Ratspräsident Herman Rompuy am Samstag nach dem Treffen mit US-Präsident Barack Obama und EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso in Lissabon.

Die Gruppe solle in einem Jahr dazu einen Fortschrittsbericht vorlegen. Cyber-Attacken gefährdeten die Datennetze, von denen die Sicherheit und der Wohlstand der freien Welt zunehmend abhänge. Außerdem wollten beide Seiten an ihrem Datenschutzabkommen weiterarbeiten.

Das Treffen der drei Präsidenten war der erste EU-USA-Gipfel in neuem Format wie es der Vertrag von Lissabon vorsieht. Früher nahmen alle Staats- und Regierungschefs der EU-Mitgliedstaaten teil. Da die Ratspräsidentschaft halbjährlich wechselte, traf der US-Präsident jedes Mal mit anderen Vorsitzenden seitens der EU zusammen. Mit dem ständigen Ratspräsidenten der EU soll nun mehr Kontinuität in die Beziehungen kommen. Obama sagte, es seien einige Schritte vereinbart worden, um Handel und Investitionen zum Wohl der 800 Millionen Bürger zu beiden Seiten des Atlantiks zu stärken.

can/Reuters



insgesamt 4 Beiträge
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mörk 20.11.2010
1. SPON-SEO-Dienst
Zitat von sysopBei ihrem ersten Gipfeltreffen im neuen Format haben Vertreter von USA und Europäischer Union der Internetkriminalität den Kampf angesagt. In einer Arbeitsgruppe soll beraten werden, wie in Zukunft gegen zunehmende Netz-Attacken vorgegangen werden kann. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,730280,00.html
Könnte mir mal jemand erklären, was mit diesen ominösen Cyber-Attacken gemeint ist? Es ist wohl eher so, dass, wie Seymour Hersh kürzlich sagte, die "Eliten" Angst haben vor dem Netz, weil es Zensur unmöglich macht und sich auch vehement der Meinungsmanipulation entgegenstellt. Das Netz scheint derzeit der größte Feind des Status Quo zu sein ... und das ist gut so!
bauagent 21.11.2010
2. Die Obama Gefahr !
Obama gehört wahrscheinlich zu dem gefährlichsten Menschen dieses Planeten. Er konnte sich von der Hochfinanzelite in den USA nicht lösen. Das sind diejenigen, die auch über die Militärausgaben der USA entscheiden. Er konnte kienen der Kriege auch nur Ansatzweise beenden. Er konnte die Aufrüstung für weitere Kriege nicht nur nicht stoppen, er hat eine HZeppelin mit 917 Millionen Dollar Budget freigegeben und läßt seine Wähler hungern. Dieser Präsident und das Finanzsystem der USA hat fertig! Sein Fehler ist einfach und amerikanisch beschrieben: Ein Greenhorn sollte unten anfangen !
elbröwer 21.11.2010
3. keine Regulierung
Zu begrüßen ist diese Initiative. Wenn auch die Sorge bleibt ob in dem Zusammenhang die Freiheit des Netzes nicht erneut angegriffen wird.
recompr 22.11.2010
4. Datenschutz muss an die Realität angepasst werden
Die Internetkriminalität lässt sich leichter eindämmen, wenn dafür die gesetzlichen Rahmenbedingungen geschaffen werden, sagt Zahlungsdienstleister Ogone. Internetbetrug zu bekämpfen ist laut Ogone bislang relativ schwierig, weil es europaweit keinen einheitlichen Datenschutz-Bestimmungen gibt. Das macht die Bekämpfung komplex und sehr teuer. Die Politik behindert indirekt den weiteren Ausbau des Internethandels, weil die Händler aufgrund der uneinheitlichen Rechtslage quer durch Europa auf dem Schaden meist sitzen bleiben. Ogone setzt sich für länderübergreifende Standards ein und fordert die Anpassung der Rechtslage an die Realität. Davon würden vor allem die kleineren Onlineshops in ganz Europa profitieren, weil sie sich dann zu vertretbaren Kosten gegen die zunehmende Internetkriminalität wehren könnten.
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