Obama empfängt Xi: Präsidentengipfel bei 42 Grad

Von und , Washington und New York

Staatenlenker Xi, Obama (im Februar 2012): "Weniger inszeniert" als ein Staatsbesuch Zur Großansicht
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Staatenlenker Xi, Obama (im Februar 2012): "Weniger inszeniert" als ein Staatsbesuch

Cyber-Sicherheit, Wirtschaft, Machtpolitik - Chinas neuer Staatschef Xi Jinping und US-Präsident Barack Obama treffen sich zum Gipfel, an Reizthemen mangelt es nicht. Für etwas Lockerheit soll der Tagungsort sorgen: der Landsitz Sunnylands im warmen Kalifornien.

Queen Elizabeth II. war Stammgast, Ronald Reagan feierte hier gleich 18-mal Silvester, Richard Nixon verkroch sich dort nach seinem Watergate-Rücktritt. Und Frank Sinatra, Maggie Thatcher, Bill Clinton waren auch schon da. Das ist Sunnylands, der einstige Sommersitz eines Diplomatenpaares in Kalifornien, heute Museum und Konferenzzentrum. Stars, Präsidenten, gekrönte Häupter - die Villa in der Nähe von Palm Springs war ihr Refugium.

Und an diesem Freitag kommen Barack Obama und Xi Jinping zu Besuch, der eine Präsident einer Supermacht, der andere einer selbstbewussten Volksrepublik.

Die kommenden zwei Tage steht Politik statt Cocktailparty auf dem Programm. Die Beziehungen zwischen China und den USA, den beiden größten Volkswirtschaften der Erde, sind angespannt: Man fürchtet den Cyberwar. Die Amerikaner sorgen sich wegen der chinesischen Wirtschaftsmacht, das Land hält zudem US-Staatsanleihen im Wert von 1,25 Billionen Dollar - so viel wie kein anderes. Die Chinesen ärgern sich dagegen über Amerikas neue, vor allem militärische Schwerpunktsetzung im pazifischen Raum. Und dann gibt es auch noch das Problem mit der nuklear bewaffneten nordkoreanischen Hunger-Diktatur.

"Echtes Gespräch und Offenheit"

Der 58-jährige Xi, seit März Chinas Präsident, reist in dieser Funktion das erste Mal in die USA. Dass Obama mit ihm kein Treffen in der Hauptstadt Washington vereinbarte, hat seine Gründe. Mit Sunnylands - Wettervorhersage: 42 Grad und keine Wolken - will Obama einen neuen Ton in den bisher recht formellen Beziehungen setzen. Die private Abgeschiedenheit der Anlage, so ein hochrangiger Präsidentenberater, ermögliche "ein kleineres, informelles Format" für ein "echtes Gespräch und Offenheit". Heißt: "Weniger inszeniert" als ein Staatsbesuch.

Ein neuer Anfang - das ist die Idee hinter Sunnylands. Die Symbolik jedenfalls stimmt, vieles dort erinnert schließlich an Nixon und Henry Kissinger, die die schwierigen Beziehungen zu China in den siebziger Jahren völlig neu formulierten. "Wenn es dir schlecht geht", schrieb Nixon ins Gästebuch des Anwesens, "merkst du, wer deine wahren Freunde sind".

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US-Geheimbericht: Waffensysteme im Visier der Cyber-Spione
Soweit wird es zwar an diesem Wochenende noch nicht kommen. Aber die Amerikaner sehen Sunnylands als Investition in die Zukunft: "Dieses Investment könnte sich in einer großen Krise einst auszahlen", sagt ein US-Regierungsvertreter. Es geht darum, einen persönlichen Draht zwischen Obama und Xi zu etablieren. "Zig Stunden" würden die beiden miteinander reden, sagt der Beamte: Gespräche, Gespräche, Gespräche. Und zwischendurch ein Dinner.

Gerade in Sachen Cyber-Sicherheit hat sich einiger Ärger aufgestaut. So direkt wie nie zuvor wirft die US-Regierung Peking vor, Computernetzwerke zu nutzen, um Geheimdienstinformationen über Diplomatie, Wirtschaft und insbesondere den Rüstungssektor der USA zu erlangen. Experten schätzen den Schaden für die US-Wirtschaft auf jährlich 300 Milliarden Dollar. Obama selbst hat bereits öffentlich gesagt, man erwarte von China, dass es "die internationalen Regeln befolgt". Schon rüstet sich Amerika, längst hat die Supermacht ein "Cyber Command" eingerichtet, das künftig im Falle des Falles auch zurückschlagen können soll.

China hingegen weist bisher stets alle Vorwürfe zurück; und beteuert, selbst Opfer von Hacker-Attacken aus den USA zu sein. Die chinesische Armee, so berichtete jüngst die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua, plane nun eine Übung mit Fokus auf "digitale Technologien". Das Cyber-Thema, so der hochrangige US-Regierungsvertreter, werde in Sunnylands prominent zur Sprache kommen: "Wir halten es für notwendig, sehr direkt und ehrlich mit anderen Ländern über Cyber-Sicherheit zu reden, insbesondere mit China." Gemeinsam müsse man die Infrastruktur der globalen Wirtschaft schützen, "und da muss jedes Land liefern". Zwischen Obama und Xi wird es in dieser Angelegenheit wohl mehr um Atmosphärisches gehen. Im Juli soll sich dann eine gemeinsam besetzte Arbeitsgruppe des Themas annehmen.

In Sachen Wirtschaftsbeziehungen sehe man das Treffen in Sunnylands als "Gelegenheit für ein besseres Verständnis der Innenpolitik und Reformen" Chinas, so ein Obama-Berater. Dabei gehe es vor allem darum, "die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen balanciert auszuweiten", in Bereichen wie Klima und Energiesicherheit zu kooperieren und in Institutionen wie G20 zusammenzuarbeiten.

Anders als bei früheren Treffen sind die Rollen nun vertauscht: Chinas Konjunktur kühlt sich ab, die amerikanische kommt wieder in Schwung. "Bei den letzten Treffen herrschte ein Klima des Triumphalismus seitens China", sagte der Ökonom und China-Experte Mark Williams dem "Wall Street Journal". Dies verblasse nun, China habe erkannt, dass sich seine mittelfristigen Herausforderungen verschärft hätten. Vor diesem Hintergrund dürften Obama und Xi eine Reihe brisanter Wirtschaftsthemen ansprechen, darunter: Investitionen in den USA und in China, der bilaterale Handel und eine mögliche Beteiligung Chinas an den Gesprächen zum transpazifischen Freihandelsabkommen TPP.

Schließlich die machtpolitische Komponente des Treffens: Sowohl China als auch die USA fürchten beide den wachsenden Einfluss des jeweils anderen in der Pazifikregion. Obama wird wohl betonen, dass die USA den friedlichen Aufstieg Chinas in der Welt begrüßen, dies aber auch mehr Verantwortung bedeute. Mit Blick auf Nordkoreas Atomprogramm etwa erwarten sich die Amerikaner ein entschiedeneres Handeln Chinas. Auch eine stärkere Umsetzung der Sanktionen gegen Iran steht auf der Wunschliste des US-Präsidenten.

Eine ganze Menge Stoff also für dieses informelle Treffen in Kalifornien. Beide Seiten werden sich politisch abtasten - der neue Anfang ist ein vorsichtiger. So wird Xi trotz all der schönen Sunnylands-Metaphorik nicht auf dem Anwesen übernachten, sondern um die Ecke im Hyatt-Hotel. Die Chinesen haben Angst vor einem Lauschangriff ihrer amerikanischen Gastgeber.

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1.
krasmatthias 07.06.2013
Zitat von sysopCybersicherheit, Wirtschaft, Machtpolitik - Chinas neuer Staatschef Xi Jinping und US-Präsident Barack Obama treffen sich zum Gipfel, an Reizthemen mangelt es nicht. Für etwas Lockerheit soll der Tagungsort sorgen: der Landsitz "Sunnylands" im warmen Kalifornien. Gipfeltreffen: US-Präsident Obama empfängt Chinas Xi Jinping - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/ausland/gipfeltreffen-us-praesident-obama-empfaengt-chinas-xi-jinping-a-904280.html)
"der eine Präsident einer Supermacht, der andere einer selbstbewussten Volksrepublik." Die "Supermacht" die finanziell und moralisch Pleite ist empfaengt den groessten Glaeubiger und will ueber Cybersicherheit und Wirtschaft belehren? Und das im Angesicht der Neuigkeiten ueber die NSA-Ueberwachung und den Millionen Lebensmittelkartenempfaengern in den USA. Letzteres hat China ueberwunden, vielleicht sollten die USA mal etwas von China lernen?! Bei der Internetspionage weiss ich nicht genau, wer da der "Bessere" ist ;-) Supermacht - haha!
2. Danke USA
avantolino 07.06.2013
@krasmatthias. Die USA sind dafür dauernd im Einsatz für die Weltordnung. Besonders Europa wurde von den USA gerettet. China macht diesbezüglich nichts sondern nur Kohle machen. Bitte danken sie den USA, denn ohne dieses Land könnten sie heute keinen Kommentar hier posten.
3. optional
leinritt 08.06.2013
Danke, avantolino! Ganz meine Meinung, man vergisst bei all den Spiegel Kommentaren, was Deutschland und Europa den U.S.A. zu verdanken hat !
4.
Nekromant 08.06.2013
Zitat von avantolino@krasmatthias. Die USA sind dafür dauernd im Einsatz für die Weltordnung. Besonders Europa wurde von den USA gerettet. China macht diesbezüglich nichts sondern nur Kohle machen. Bitte danken sie den USA, denn ohne dieses Land könnten sie heute keinen Kommentar hier posten.
Dass ist natürlich vollkommener Blödsinn. In der Schweiz gab es schon Direktdemokratie, da gabs die USA noch gar nicht.
5.
krasmatthias 09.06.2013
Zitat von avantolino@krasmatthias. Die USA sind dafür dauernd im Einsatz für die Weltordnung. Besonders Europa wurde von den USA gerettet. China macht diesbezüglich nichts sondern nur Kohle machen. Bitte danken sie den USA, denn ohne dieses Land könnten sie heute keinen Kommentar hier posten.
Na Sie sind aber ordentlich gebrieft. Seit wann ist es der USA zu verdanken, dass man im Internet Nachrichten schreiben kann?
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Schad- und Spähsoftware
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Trojaner
Wie das Trojanische Pferd in der griechischen Mythologie verbergen Computer-Trojaner ihre eigentliche Aufgabe (und Schädlichkeit!) hinter einer Verkleidung. Meist treten sie als harmlose Software auf: Bildschirmschoner, Videodatei, Zugangsprogramm. Sie werden zum Beispiel als E-Mail-Anhang verbreitet. Wer das Programm startet, setzt damit immer eine verborgene Schadfunktion ein: Meist besteht diese aus der Öffnung einer sogenannten Backdoor , einer Hintertür, die das Computersystem gegenüber dem Internet öffnet und durch die weitere Schadprogramme nachgeladen werden.
Virus
Computerviren befallen vorhandene Dateien auf den Computern ihrer Opfer. Die Wirtsdateien funktionieren – zumindest eine Zeit lang - weiterhin wie zuvor. Denn Viren sollen nicht entdeckt werden. Sie verbreiten sich nicht selbständig, sondern sind darauf angewiesen, dass Computernutzer infizierte Dateien weitergeben, sie per E-Mail verschicken, auf USB-Sticks kopieren oder in Tauschbörsen einstellen. Von den anderen Schad- und Spähprogrammen unterscheidet sich ein Virus allein durch die Verbreitungsmethode. Welche Schäden er anrichtet, hängt allein vom Willen seiner Schöpfer ab.
Rootkit
Das kleine Kompositum führt die Worte "Wurzel" und "Bausatz" zusammen: "Root" ist bei Unix-Systemen der Benutzer mit den Administratorenrechten, der auch in die Tiefen des Systems eingreifen darf. Ein "Kit" ist eine Zusammenstellung von Werkzeugen. Ein Rootkit ist folglich ein Satz von Programmen, die mit vollem Zugriff auf das System eines Computers ausgestattet sind. Das ermöglicht dem Rootkit weitgehende Manipulationen, ohne dass diese beispielsweise von Virenscannern noch wahrgenommen werden können. Entweder das Rootkit enthält Software, die beispielsweise Sicherheitsscanner deaktiviert, oder es baut eine sogenannte Shell auf, die als eine Art Mini-Betriebssystem im Betriebssystem alle verdächtigen Vorgänge vor dem Rechner verbirgt. Das Gros der im Umlauf befindlichen Rootkits wird genutzt, um Trojaner , Viren und andere zusätzliche Schadsoftware über das Internet nachzuladen. Rootkits gehören zu den am schwersten aufspürbaren Kompromittierungen eines Rechners.
Wurm
Computerwürmer sind in der Praxis die getunte, tiefergelegte Variante der Viren und Trojaner. Im strengen Sinn wird mit dem Begriff nur ein Programm beschrieben, das für seine eigene Verbreitung sorgt - und der Programme, die es transportiert. Würmer enthalten als Kern ein Schadprogramm , das beispielsweise durch Initiierung eines eigenen E-Mail-Programms für die Weiterverbreitung von einem befallenen Rechner aus sorgt. Ihr Hauptverbreitungsweg sind folglich die kommunikativen Wege des Webs: E-Mails, Chats, AIMs , P2P-Börsen und andere. In der Praxis werden sie oft als Vehikel für die Verbreitung verschiedener anderer Schadprogramme genutzt.
Drive-by
Unter einem Drive-by versteht man die Beeinflussung eines Rechners oder sogar die Infizierung des PC durch den bloßen Besuch einer verseuchten Web-Seite. Die Methode liegt seit einigen Jahren sehr im Trend: Unter Ausnutzung aktueller Sicherheitslücken in Browsern und unter Einsatz von Scripten nimmt ein auf einer Web-Seite hinterlegter Schadcode Einfluss auf einen Rechner. So werden zum Beispiel Viren verbreitet, Schnüffelprogramme installiert, Browseranfragen zu Web-Seiten umgelenkt, die dafür bezahlen und anderes. Drive-bys sind besonders perfide, weil sie vom PC-Nutzer keine Aktivität (wie das Öffnen einer E-Mail) verlangen, sondern nur Unvorsichtigkeit. Opfer sind zumeist Nutzer, die ihre Software nicht durch regelmäßige Updates aktuell halten - also potentiell so gut wie jeder.
Botnetz
Botnets sind Netzwerke gekidnappter Rechner - den Bots. Mit Hilfe von Trojaner-Programmen, die sie beispielsweise durch manipulierte Web-Seiten oder fingierte E-Mails auf die Rechner einschleusen, erlangen die Botnet-Betreiber Zugriff auf die fremden PC und können sie via Web steuern. Solche Botnets zu vermieten, kann ein einträgliches Geschäft sein. Die Zombiearmeen werden unter anderem genutzt, um millionenfache Spam-Mails zu versenden, durch eine Vielzahl gleichzeitiger Anfragen Web-Seiten in die Knie zu zwingen oder in großem Stile Passwörter abzugrasen. (mehr bei SPIEGEL ONLINE)
Fakeware, Ransomware
Das Wort setzt sich aus "Fake", also "Fälschung", und "Ware", der Kurzform für Software zusammen: Es geht also um "falsche Software" . Gemeint sind Programme, die vorgeben, eine bestimmte Leistung zu erbringen, in Wahrheit aber etwas ganz anderes tun. Häufigste Form: angebliche IT-Sicherheitsprogramme oder Virenscanner. In ihrer harmlosesten Variante sind sie nutzlos, aber nervig: Sie warnen ständig vor irgendwelchen nicht existenten Viren und versuchen, den PC-Nutzer zu einem Kauf zu bewegen. Als Adware-Programme belästigen sie den Nutzer mit Werbung.

Die perfideste Form aber ist Ransomware : Sie kidnappt den Rechner regelrecht, macht ihn zur Geisel. Sie behindert oder verhindert das normale Arbeiten, lädt Viren aus dem Netz und stellt Forderungen auf eine "Reinigungsgebühr" oder Freigabegebühr, die nichts anderes ist als ein Lösegeld: Erst, wenn man zahlt, kann man mit dem Rechner wieder arbeiten. War 2006/2007 häufig, ist seitdem aber zurückgegangen.
Zero-Day-Exploits
Ein Zero-Day-Exploit nutzt eine Software-Sicherheitslücke bereits an dem Tag aus, an dem das Risiko überhaupt bemerkt wird. Normalerweise liefern sich Hersteller von Schutzsoftware und die Autoren von Schadprogrammen ein Kopf-an-Kopf-Rennen beim Stopfen, Abdichten und Ausnutzen bekanntgewordener Lücken.
Risiko Nummer eins: Nutzer
Das größte Sicherheitsrisiko in der Welt der Computer sitzt vor dem Rechner. Nicht nur mangelnde Disziplin bei nötigen Software-Updates machen den Nutzer gefährlich: Er hat auch eine große Vorliebe für kostenlose Musik aus obskuren Quellen, lustige Datei-Anhänge in E-Mails und eine große Kommunikationsfreude im ach so informellen Plauderraum des Webs. Die meisten Schäden in der IT dürften von Nutzer-Fingern auf Maustasten verursacht werden.
DDoS-Attacken
Sogenannte distribuierte Denial-of-Service-Attacken (DDoS) sind Angriffe, bei denen einzelne Server oder Netzwerke mit einer Flut von Anfragen anderer Rechner so lange überlastet werden, bis sie nicht mehr erreichbar sind. Üblicherweise werden für solche verteilten Attacken heutzutage sogenannte Botnetze verwendet, zusammengeschaltete Rechner, oft Tausende oder gar Zehntausende, die von einem Hacker oder einer Organisation ferngesteuert werden.