Gleichstand bei Vorwahlen in Iowa: Romney und Santorum zittern um jede Stimme

Es ist ein dramatischer Auftakt der republikanischen Vorwahlen: Mehr als 95 Prozent der Stimmen in Iowa sind ausgezählt - und Mitt Romney und Rick Santorum liegen gleichauf. Noch ist völlig offen, wer das Prestige-Duell im Mittleren Westen der USA für sich entscheidet.

Des Moines - Der Startschuss zur Kür des republikanischen US-Präsidentschaftskandidaten war mit Spannung erwartet worden - und das Rennen hält, was man sich davon versprochen hat. Mitt Romney und Rick Santorum liefern sich in Iowa ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Nach Auszählung der Stimmen in rund 97 Prozent der Wahlbezirke lagen beide in der Nacht zum Mittwoch nahezu gleichauf. Der frühere Gouverneur von Massachusetts und der ehemaligen Senator aus Pennsylvania kommen jeweils auf knapp 25 Prozent, dicht gefolgt von dem Texaner Ron Paul (21 Prozent).

Abgeschlagen auf den hinteren Plätzen landeten bei den Wählerversammlungen (Caucuses) der Republikaner die Kandidaten Rick Perry, Newt Gingrich und Michele Bachmann. Ihnen waren in Umfragen wenig Chancen eingeräumt worden, sich in dem ländlichen mittleren Westen der USA als Herausforderer für den demokratischen AmtsinhaberBarack Obama zu profilieren. Der siebte Bewerber der Partei, Jon Huntsman, trat in Iowa nicht an.

Bei den Caucuses waren Republikaner überall in Iowa zu etwa zweistündigen Wahlversammlungen zusammengekommen, um über die Bewerber zu diskutieren und abzustimmen. Die Bedeutung der Vorwahlen ist vor allem symbolisch: Die Stimmen aus dem kleinen Bundesstaat fallen bei der landesweiten Kandidatenkür kaum ins Gewicht. Allerdings kann der Sieger für sich in Anspruch nehmen, den ersten wirklichen Test an der Wahlurne gewonnen zu haben.

Romney repräsentiert die eher moderaten Republikaner und war vor vier Jahren bei seinem ersten Versuch, die Republikaner in einen Präsidentschaftswahlkampf zu führen, in Iowa hinter seinem Gegner Mike Huckabee zurückgeblieben. Dennoch wurden ihm beim Iowa Caucus dieses Jahr gute Chancen eingeräumt, denn er ist der Kandidat, der am ehesten die Wähler aus der politischen Mitte anspricht.

Rick Santorum steht mit seiner klaren Ablehnung des Rechts auf Abtreibung für die christlichen Konservativen. Ron Paul dagegen versucht mit seinem Versprechen zu punkten, dem Staat mehr und mehr Befugnisse wegzunehmen und die Geschicke des Landes überwiegend den Kräften des Marktes zu überlassen.

Obama in Iowa ohne Konkurrenz

Präsident Obama kann sich in Iowa auf eine breite Wählerbasis stützen und stellte sich der Parteiversammlung der Demokraten ohne Gegenkandidaten. Nach Iowa finden am 10. Januar die zweiten Vorwahlen in New Hampshire statt, anschließend folgen in dichtem Takt weitere Abstimmungen.

Als letzter der 50 Bundesstaaten hält Utah Ende Juni seine Vorwahlen ab. Auf dem republikanischen Parteitag in Tampa, Florida, Ende August wählen die Delegierten aus den Bundesstaaten dann offiziell den Obama-Herausforderer bei den Wahlen am 6. November 2012.

jok/dapd/AFP

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1. .
kuddel37 04.01.2012
Zitat von sysopEs ist ein*dramatischer Auftakt der republikanischen Vorwahlen:*Mehr als 95 Prozent der Stimmen in Iowa*sind ausgezählt - und Mitt Romney und Rick Santorum liegen gleichauf. Noch ist völlig offen, wer das Prestige-Duell im Mittleren Westen der USA für sich entscheidet. Gleichstand*bei Vorwahlen in Iowa: Romney und Santorum zittern um jede Stimme - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,807049,00.html)
Vorwahlen zur Wahl des nächsten Anführers dieses Schurkenstaates. Sehr dramatisch. ;)
2. Fast wie bei uns
savanne 04.01.2012
Zitat von sysopEs ist ein*dramatischer Auftakt der republikanischen Vorwahlen:*Mehr als 95 Prozent der Stimmen in Iowa*sind ausgezählt - und Mitt Romney und Rick Santorum liegen gleichauf. Noch ist völlig offen, wer das Prestige-Duell im Mittleren Westen der USA für sich entscheidet. Gleichstand*bei Vorwahlen in Iowa: Romney und Santorum zittern um jede Stimme - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,807049,00.html)
was die Qualität der Kandidaten angeht. Merkel ist gesetzt - die SPD wird sich zwischen Gabriel, Steinbrück und u. U. Kraft entscheiden müssen. Interessant wäre im Vorfeld auch so ein Podiumsmarathon wie bei den US-Reps.
3. Und?
ozi 04.01.2012
Zitat von sysopEs ist ein*dramatischer Auftakt der republikanischen Vorwahlen:*Mehr als 95 Prozent der Stimmen in Iowa*sind ausgezählt - und Mitt Romney und Rick Santorum liegen gleichauf. Noch ist völlig offen, wer das Prestige-Duell im Mittleren Westen der USA für sich entscheidet. Gleichstand*bei Vorwahlen in Iowa: Romney und Santorum zittern um jede Stimme - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,807049,00.html)
Wie überaus interessant.
4. boah nee
felisconcolor 04.01.2012
Zitat von sysopEs ist ein*dramatischer Auftakt der republikanischen Vorwahlen:*Mehr als 95 Prozent der Stimmen in Iowa*sind ausgezählt - und Mitt Romney und Rick Santorum liegen gleichauf. Noch ist völlig offen, wer das Prestige-Duell im Mittleren Westen der USA für sich entscheidet. Gleichstand*bei Vorwahlen in Iowa: Romney und Santorum zittern um jede Stimme - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,807049,00.html)
Republikaner Republikaner Republikaner Republikaner Republikaner gibt es die Demokraten in Amerika nicht mehr? die Kasperköpfe von den Republikanern sind ja noch schlimmer als unser Berliner Komödienstadl
5. Gleich gehts los!
Stelzi 04.01.2012
Gleich kommen sie wieder angestürmt, die Ron Paul Jünger, die diesen senilen Zirkusaffen im Oval Office sehen wollen! Er will also, unter anderem, den Märkten das Diktat über Wohl und Wehe des Landes und somit der Welt überlassen - war der Mann die vergangenen vier Jahre etwa in einem retirement home weggesperrt und hat nicht mitgekriegt, wozu seine Position führt? Oder nehmen wir mal eine ansich löbliche und richtige Position: bring the troops home! Schöne Illusion! Was glaubt Paul denn, wird im Repräsentantenhaus und Senat los sein? Demokraten und GOPler vereint gegen den POTUS - wenn einer dachte, die GOPler hätten die Regierung Obama gelähmt, dann wird man sich noch wundern was noch alles (un)möglich ist. Romney ist von all den clowns der am wenigsten gefährliche - für Obama und die Welt. Denn wer noch bei klarem Verstand ist, der weiss, dass diese GOPler Kandidaten allesamt irgendwo zwischen untauglich und brandgefährlich oszilieren und deshalb keine Alternative zu Obama darstellen. Womöglich werden 2013 die GOPler bei den Kongresswahlen wieder abgestraft und die Regierung wird wieder handlungsfähig...
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