Radikalislamische Nusra-Front 32 Blauhelmsoldaten von Golanhöhen gerettet

Radikalislamische syrische Rebellen und eingekesselte Uno-Soldaten liefern sich auf den Golanhöhen Kämpfe. Eine Eingreiftruppe der Uno-Mission hat 32 der mehr als 70 eingeschlossenen Blauhelme befreit.

Auf dem Weg auf die Golanhöhen: Uno-Friedenssoldaten befreien Kameraden
AFP

Auf dem Weg auf die Golanhöhen: Uno-Friedenssoldaten befreien Kameraden


Kunaitra/New York - Uno-Soldaten haben auf den Golanhöhen 32 eingeschlossene Kameraden aus Kämpfen mit radikalislamischen syrischen Rebellen befreit. Eine Eingreiftruppe der Undof-Mission habe sie am Samstag in Sicherheit gebracht, teilten die Vereinten Nationen in New York mit. Die Blauhelmsoldaten von den Philippinen waren seit zwei Tagen an ihrem Standort eingekesselt und hatten sich gegen Angriffe der Rebellen gewehrt. An einem anderen Standort, der ebenfalls von bewaffneten Extremisten angegriffen wurde, waren nach UN-Angaben weiter dutzende Blauhelmsoldaten eingekesselt.

Die radikalislamische Nusra-Front hatte am Donnerstag die 72 philippinischen Uno-Blauhelme auf den Golanhöhen eingekesselt, von denen nun 32 befreit wurden. Weitere 44 Mitglieder der Uno-Beobachtertruppe nahm die Miliz gefangen. Dabei handelt es sich um Soldaten der Fidschi-Inseln. Die Blauhelmsoldaten beobachten auf den Golanhöhen den Waffenstillstand zwischen Israel und Syrien.

Bereits in der Nacht zu Samstag waren in der Region Kämpfe zwischen Soldaten der syrischen Armee und Nusra-Rebellen ausgebrochen. Mindestens drei Regimegegner seien getötet worden, berichtete die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte.

Die gefangenen Uno-Soldaten sollen nach Angaben eines Sprechers der Vereinten Nationen sicher und wohlauf sein. "Die UN wurden informiert, dass es die Absicht war, die Friedensschützer von einem aktiven Gefechtsfeld zu ihrem eigenen Schutz in sicheres Gebiet zu bringen", heißt es in einer Erklärung.

Die Uno hätte "aus sicherer Quelle" vom Zustand der Soldaten erfahren. Zu ihnen bestehe kein direkter Kontakt. Dagegen habe die Uno Funkverbindung zu den eingekesselten philippinische Soldaten.

Uno-Sprecher Stéphane Dujarric hatte am Freitag gesagt, die Vereinten Nationen sprächen "mit allen Seiten", um eine Freilassung der Gefangenen zu erreichen. Er forderte erneut die Freilassung der Uno-Soldaten.

bö/dpa



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insgesamt 10 Beiträge
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StörMeinung 30.08.2014
1. Sanktionen gegen Katar?
Al Nusra ist verbündet mit der Regierung in Katar, wird die UNO jetzt Sanktionen gegen Katar verhängen? ... haha, geht ja gar nicht, wir sind ja Verbündete der Regierung in Katar. Grübel.
digidoila 30.08.2014
2. qatar
Zitat von StörMeinungAl Nusra ist verbündet mit der Regierung in Katar, wird die UNO jetzt Sanktionen gegen Katar verhängen? ... haha, geht ja gar nicht, wir sind ja Verbündete der Regierung in Katar. Grübel.
will auf seiner einkauftour doch nicht gestört werden, egal ob sie die is hamas oder die gemäßigte al nusra finanzieren. spannender als jedes kamelrennen allemal.
McMacaber 30.08.2014
3.
Waren es insgesamt nun 116 oder 148? Und sollte man nicht eher aufstocken denn verbleibende Soldaten zu evakuieren? Die zahnlosen UNO-Truppen gehören wohl generell abgeschafft.
biber01 30.08.2014
4. was soll
der Hinweis auf Katar? Zumindest ein stabiles Land im Nahen Osten. Hiee gibts immer wieder die durchaus berechtigten Hinweise, das die gestuerzten Diktatoren Gadaffi u.Sadam Hussein die Region durchaus stabilisiert haetten u. ohne sie das Chaos immer größer wird. Die gleichem Stimmen hacken dann immer wieder auf den absolutistischen Regimes in Saudi Arabien u. Katar rum. Das sind also die wirklich schlechten Diktaturen o. was?
Steve Kadisha 30.08.2014
5. UN muss intervenieren
Wer Blauhelme angreift, muss verspielt haben. Die UN sollten die NATO beauftragen, zurückzuschlagen gegen al Nusra.
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