Golanhöhen Iranischer General stirbt bei israelischem Angriff

Beim Hubschrauberangriff der israelischen Armee auf den Golanhöhen ist auch ein iranischer General ums Leben gekommen. Das haben die Revolutionsgarden in Teheran bestätigt.

Uno-Soldaten nahe der libanesisch-israelischen Grenze: Umkämpftes Gebiet
REUTERS

Uno-Soldaten nahe der libanesisch-israelischen Grenze: Umkämpftes Gebiet


Teheran - Bei einem israelischen Luftangriff auf die syrischen Golanhöhen sind nicht nur sechs libanesische Milizionäre, sondern auch sechs iranische Soldaten getötet worden. Das verlautete aus den Reihen der schiitischen Hisbollah. Unter den Opfern sei auch ein General der Revolutionsgarden, Mohammad Ali Allahdadi, bestätigte die iranische Elitetruppe auf ihrer Internetseite.

Israel habe die Stellungen in der Provinz Kuneitra am Sonntag mit Hubschraubern attackiert, teilten die Revolutionsgarden mit. Bei dem Angriff waren auch sechs Mitglieder der libanesischen Hisbollah-Miliz getötet worden. Diese und die sechs getöteten Revolutionswächter seien in einem Konvoi aus drei Fahrzeugen unterwegs gewesen, verlautete aus dem Umfeld der Hisbollah. Die schiitische Miliz und Iran unterstützten im Bürgerkriegsland Syrien die Armee von Machthaber Baschar al-Assad.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu erklärte: "Wir werden alles tun, was nötig ist, um uns selbst zu verteidigen, wo auch immer." Weder bestätigte noch dementierte er dabei den israelischen Angriff.

Das rund 1700 Quadratkilometer große Golan-Plateau ist dünn besiedelt und hat vor allem strategische Bedeutung. Die westlichen zwei Drittel des Gebiets wurden von Israel im Sechs-Tage-Krieg 1967 besetzt, die internationale Gemeinschaft hat die Annexion bis heute nicht anerkannt.

Syrien macht eine Rückgabe zur Voraussetzung für einen formellen Friedensvertrag mit dem Nachbarland. Israel weigert sich jedoch, die Hügelregion aufzugeben.

fab/flo/AP/AFP/dpa

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