Golanhöhen Israelische Armee greift syrische Militärposten an

Syrische Rebellen haben offenbar einen Grenzposten zu den von Israel besetzten Golanhöhen eingenommen. Bei Gefechten wurde auch ein israelischer Soldat durch einen Querschläger verletzt - die Armee antwortete mit Angriffen auf syrische Grenzposten.

Rauch über dem Grenzübergang Kuneitra: Angriffe auf Soldaten
AFP

Rauch über dem Grenzübergang Kuneitra: Angriffe auf Soldaten


Tel Aviv - Die israelische Armee hat am Mittwoch zwei Militärposten der syrischen Armee angegriffen. Dies sei als Antwort auf "fehlgeleitetes Feuer aus den innersyrischen Kämpfen" geschehen, hieß es in einer Mitteilung des Militärs. Zuvor war ein israelischer Soldat durch einen aus Syrien abgefeuerten Schuss verletzt worden. Zudem schlugen am Mittwoch mehrere Granaten auf den Golanhöhen ein.

Bei Kämpfen zwischen syrischen Regierungstruppen und Rebellen haben Regimegegner offenbar den Grenzübergang Kuneitra zu den von Israel kontrollierten Golanhöhen eingenommen.

Zu den Milizen gehörten auch radikale islamistische Gruppen wie die mit dem Terrornetzwerk al-Qaida verbundene Nusra-Front, berichtete die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Mittwoch. Die Milizen hätten nach heftigen Kämpfen mit Dutzenden Toten und Verletzten die syrische Armee vom Grenzübergang vertrieben. Die Gefechte gingen in der Nähe von Kuneitra weiter.

Gazakrieg 2014

Kuneitra liegt an der Waffenstillstandslinie von 1967, die den von Israel besetzten Teil der Golanhöhen vom syrisch kontrollierten Gebiet trennt. Israel hatte die Golanhöhen im Sechs-Tage-Krieg 1967 besetzt, offiziell gehört das Gebiet weiter zu Syrien.

Eine israelische Militärsprecherin bestätigte, dass Geschosse aus Syrien auf den Golanhöhen eingeschlagen seien. Sie stammten demnach aus den Kämpfen zwischen syrischen Regierungstruppen und Rebellen. Man gehe nicht von einem gezielten Angriff auf Israel aus. Am Sonntag waren bereits fünf Raketen aus Syrien in den Golanhöhen niedergegangen.

DER SPIEGEL

fab/AFP/dpa

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