Protest gegen Ölbohrungen Greenpeace-Aktivisten klettern auf Londoner Hochhaus

Mit einer schwindelerregenden Aktion protestieren Umweltschützerinnen von Greenpeace gegen Ölbohrungen in der Arktis. Sie klettern auf eines der höchsten Häuser Europas, das 310 Meter hohe "Shard"-Gebäude in London. Dort seien sie für Ölfirmen wie Shell nicht zu übersehen, so die Begründung.

DPA

London - Die Umweltschutzorganisation Greenpeace bewirbt ihre neueste Aktion mit dem markigen Spruch: "1 Wolkenkratzer. 6 Frauen. Keine Erlaubnis. Was würden Sie machen, um die Arktis zu retten?"

Am Donnerstag sind sechs Aktivistinnen auf eines der höchsten Häuser Europas geklettert. Die Frauen hatten den Aufstieg auf das 310 Meter hohe und 72 Stockwerke umfassende "Shard"-Gebäude in London am frühen Morgen begonnen. Nachdem sie entdeckt worden waren, wurden Polizei- und Krankenwagen am Fuß des Gebäudes bereitgestellt.

Laut Plan wollten die Frauen auf der Spitze des Hauses ein Kunstwerk enthüllen, das die Schönheit der Arktis zeige. Noch klettern die Frauen - ihr Aufstieg kann auf der Website von Greenpeace live mitverfolgt werden.

Mit der Aktion wollen die Aktivistinnen gegen die Bohraktivitäten von Ölfirmen wie Shell protestieren, so Greenpeace. Die Büros von Shell seien in der Nähe, von ihren Gebäuden aus seien die kletternden Umweltschützerinnen unübersehbar. "Vielleicht werden sie dann aufhören, die Bewegung gegen sie zu ignorieren", so Greenpeace.

Ein Shell-Sprecher erklärte, man respektiere das Recht von Individuen und Organisationen auf einen freien Meinungsaustausch. "Wir hoffen nur, dass sie dabei ihre Sicherheit und die Sicherheit anderer im Blick haben."

kgp/dpa



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