Kraftwerk Fessenheim Greenpeace-Aktivisten dringen auf AKW-Gelände vor

Mehrere Dutzend Aktivisten von Greenpeace sind auf das Gelände des französischen Atomkraftwerks Fessenheim gelangt. Sie brachten an der Betonkuppel eines Reaktors ein Banner an, auf dem ein "Ende des Risikos für Europa" gefordert wurde.

Greenpeace-Aktion in Fessenheim: Nächtliche Aktion am Oberrhein
AFP

Greenpeace-Aktion in Fessenheim: Nächtliche Aktion am Oberrhein


Paris - Die Aktion startete morgens gegen 5.30 Uhr: Rund 50 Atomkraftgegner von Greenpeace gelangten am Dienstag auf das Gelände des umstrittenen französischen AKW Fessenheim am Oberrhein.

Nach Berichten französischer Medien entfalteten sie am Dienstag ein Banner, auf dem ein "Ende des Risikos für Europa" gefordert wurde. Mit der Aktion von Teilnehmern aus mehreren europäischen Ländern solle auf die "Gefahr durch alternde Atomkraftwerke in Europa" aufmerksam gemacht werden, teilte die Umweltorganisation mit.

Nach Angaben von Greenpeace waren wegen der Aktion Polizisten im Einsatz, und ein Hubschrauber der Gendarmerie kreiste über dem AKW.

In Fessenheim hatte es in der Vergangenheit immer wieder technische Pannen gegeben. Das Kraftwerk ist einer von 19 Standorten mit 58 Atomreaktoren in Frankreich. Die beiden Reaktoren wurden 1977 und 1978 in Betrieb genommen und sind damit die ältesten in Frankreich.

Fessenheim soll bis Ende 2016 vom Netz gehen. Präsident François Hollande will bis 2025 den Anteil der Atomenergie von 75 auf 50 Prozent reduzieren.

Erst Anfang März waren in Südfrankreich 29 Greenpeace-Aktivisten wegen Hausfriedensbruchs zu dreimonatigen Bewährungsstrafen verurteilt worden, weil sie im vergangenen Sommer in die Atomanlage Tricastin in Südfrankreich eingedrungen waren.

als/dpa/Reuters



Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 55 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Hübitusse 18.03.2014
1. Gut so
Die Menschen sind wieder bequem und denkfaul geworden. Man muss sie immer wieder an die nukleare Gefahr in der Nachbarschaft erinnern. So und jetzt Bühne frei für die unvermeidlichen, geifernden Greenpeace-Hasser.
licorne 18.03.2014
2. Hollande
hat den Grünen in Frankreich die Fahreinschränkung in Paris vor den Kommunalwahlen als kleines Trostpflaster zugestanden, da er seine Versprechung zur Schliessung von Fessenheim kaum einhalten wird.
static_noise 18.03.2014
3. optional
Atomkraftwerke SIND SICHER, da kommt KEINER rein! Glauben sie nicht dieser Propaganda! Dies ist nie geschehen! Und wenn doch,dann sind natürlich die linken Revoluzzer schuld! sollen sie ihr Banner doch bei sich im Garten aufhängen! Wir wollen weiter dösen und billigen Strom ....
axelkilian 18.03.2014
4. Wenn die da reinkommen ...
... kommt auch al-Qaida rein!
gekreuzigt 18.03.2014
5. Echte Helden.
Sowas von mutig und aufrüttelnd. Bei einem AKW, das ohnehin stillgelegt wird. Toll. Respekt. Keine Spende.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge! zum Forum...

© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.