Grenzkonflikt: Bundeswehr schickt weitere Soldaten ins Kosovo

Der Grenzstreit zwischen Kosovo und Serbien ist eskaliert - nun verstärkt die Nato ihre Truppen im Kosovo: Ein Bataillon deutscher und österreichischer Soldaten wird demnächst in die Region geschickt. Rund tausend Bundeswehrangehörige sind bereits vor Ort.

Deutsche Kfor-Soldaten im Kosovo: Bereits tausend deutsche Kameraden in der RegionZur Großansicht
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Deutsche Kfor-Soldaten im Kosovo: Bereits tausend deutsche Kameraden in der Region

Berlin - Bereits in den kommenden Tagen sollen 550 weitere Bundeswehrsoldaten in Richtung Kosovo aufbrechen, erklärte das Verteidigungsministerium in Berlin. Die Deutschen zählen zu einem Bataillon, das die Kfor-Truppen in der Region unterstützen soll.

Denn zwischen Kosovo und Serbien ist in der vergangenen Woche ein Konflikt an der Grenze aufgeflammt. Serbische Extremisten brannten den Grenzübergang Jarinje nieder, nachdem der Posten von Spezialeinheiten der kosovarischen Polizei besetzt worden war. Zuvor war bei Ausschreitungen ein Polizist getötet worden.

Hintergrund der Auseinandersetzungen ist der Streit um die Kosovo-Zollstempel, die Serbien nicht anerkennen will. Dadurch können Waren aus dem Kosovo nicht nach Serbien gelangen. Die kosovarische Regierung verhängte ihrerseits ein Importverbot für serbische Waren. Eine Spezialeinheit der kosovarischen Polizei sollte die neuen Regelungen an den Grenzübergängen durchsetzen, um dort "Recht und Ordnung" durchzusetzen - dagegen regte sich vor allem bei der serbischen Bevölkerung im Norden des Kosovos Widerstand.

Die Gewalt eskalierte. Als Dutzende Maskierte vergangenen Donnerstag den Grenzübergang Jarinje attackierten, wurden auch Soldaten der Nato-Schutztruppe Kfor beschossen.

Soldaten der Kfor kontrollieren inzwischen die Grenzen - aber der politische Konflikt ist noch nicht gelöst. Der serbische Verhandlungsführer Borislav Stefanovic drohte vergangene Woche mit einem Ende der Gespräche zwischen Kosovo und Serbien.

Die Nato sorgt seit der einseitigen Ablösung des Kosovo von Serbien 2008 in dem jungen Staat für Sicherheit. Insgesamt sind rund 5900 Soldaten in der Region. Deutschland stellt das größte Truppenkontingent. Der Bundestag hatte das Mandat für den Einsatz im Juni verlängert, allerdings die Obergrenze von 2500 auf 1850 Soldaten gesenkt, derzeit sind rund tausend Männer und Frauen vor Ort.

Das sogenannte ORF-Bataillon, das nun als Verstärkung geschickt wird, umfasst laut Bundeswehr insgesamt 700 Soldaten, darunter neben den rund 550 deutschen auch rund 150 österreichische Soldaten.

kgp/dpa/dapd/Reuters

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insgesamt 20 Beiträge
Panslawist 02.08.2011
Vor ca. 2 Jahren hatte ich genau diese Situation hier im Forum vorausgesagt und allen Angehörigen der Soldaten geraten, bei deren Tod, der so sicher ist wie das Amen in der Kirche, die Bunderegierung dafür haftbar zu machen, da [...]
Zitat von sysopDer Grenzstreit zwischen Kosovo und Serbien ist eskaliert - nun verstärkt die Nato ihre Truppen im Kosovo: Ein Bataillon deutscher und österreichischer Soldaten wird demnächst in die Region geschickt. Rund tausend Bundeswehrangehörige sind bereits vor Ort. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,777995,00.html
Vor ca. 2 Jahren hatte ich genau diese Situation hier im Forum vorausgesagt und allen Angehörigen der Soldaten geraten, bei deren Tod, der so sicher ist wie das Amen in der Kirche, die Bunderegierung dafür haftbar zu machen, da die Soldaten dabei sind ihr Uno-Mandat zu verletzen und zu so etwas darf sie keine Regierung zwingen.
afetes 02.08.2011
ZUM Kosovo : es gibt nur eine schlüssige Lösung : Abtrennung des Nord Kosovos bzw der serbischen Gebiete und sofortiger Anschluss an Serbien (bei mit "Fingerspitzen Gefühl durchgeführten und historische Gegebenheiten [...]
ZUM Kosovo : es gibt nur eine schlüssige Lösung : Abtrennung des Nord Kosovos bzw der serbischen Gebiete und sofortiger Anschluss an Serbien (bei mit "Fingerspitzen Gefühl durchgeführten und historische Gegebenheiten berücksichtigende neuem Grenzverlauf.Danach Anschluss des allein nicht lebensfähigen Gangster Regimes Kosovo an Albanien. (Notfalls indem man keinerlei EU Gelder mehr dorthin transferiert-dann bricht das Konstrukt von heut auf morgen zusammen). Niemand auf dieser Welt kann den Serben dort -die übrigens in ihren Gebieten nicht eine Minderheit- sondern die überwiegende Mehrheit sind-das verweigern was man der verbrecherischen UCK damals zugestanden hat> die Loslösung von einem Staat der nicht der ihre ist und Eigenbestimmung ihres Schicksals. Und die EU spart sich Milliarden für die KFOR ,Polizeikräfte die dort unten rumlungern.
UnitedEurope 02.08.2011
Die ganze Kosovo-Geschichte war von vornerein nicht durchdacht. Dass man Kroatien oder Bosnien nicht zumuten kann, sich länger von Belgrad kontrollieren zu lassen, ist nachvollziehbar. Sich selbst und den Serben aber solch ein Ei [...]
Die ganze Kosovo-Geschichte war von vornerein nicht durchdacht. Dass man Kroatien oder Bosnien nicht zumuten kann, sich länger von Belgrad kontrollieren zu lassen, ist nachvollziehbar. Sich selbst und den Serben aber solch ein Ei wie den Kosovo ins Nest zu legen, spottet jeder Beschreibung.
eeezy 02.08.2011
Wie kommen Sie denn darauf? Weil die Panslawistischen Kräfte ihnen den Garaus machen werden? Das hätten Sie wohl gern, da hilft auch heucheln nichts (ich habe den Angehörigen geraten blabla ihre armen Soldätchen sich vor den [...]
Zitat von PanslawistVor ca. 2 Jahren hatte ich genau diese Situation hier im Forum vorausgesagt und allen Angehörigen der Soldaten geraten, bei deren Tod, der so sicher ist wie das Amen in der Kirche, die Bunderegierung dafür haftbar zu machen, da die Soldaten dabei sind ihr Uno-Mandat zu verletzen und zu so etwas darf sie keine Regierung zwingen.
Wie kommen Sie denn darauf? Weil die Panslawistischen Kräfte ihnen den Garaus machen werden? Das hätten Sie wohl gern, da hilft auch heucheln nichts (ich habe den Angehörigen geraten blabla ihre armen Soldätchen sich vor den mächtigen Serben blabla..und dass im Spiegel Forum OMG!). Serbien möchte übrigens in die EU und ich glaube nicht dass man sich das durch Kleingkeiten und Grossmachtträume einiger kaputt machen lassen wird..na wir werden sehen.
mundi 02.08.2011
Früher haben die Völker ihre Streitigkeiten selber gelöst. Die Einmischung Fremder führte zuvor zu 2 furchtbaren Weltkriegen. Jetzt sitzt die NATO überall, nur nicht mehr als Verteidigungsbündnis gegen den Warschauer Pakt. Ich [...]
Zitat von sysopDer Grenzstreit zwischen Kosovo und Serbien ist eskaliert - nun verstärkt die Nato ihre Truppen im Kosovo....
Früher haben die Völker ihre Streitigkeiten selber gelöst. Die Einmischung Fremder führte zuvor zu 2 furchtbaren Weltkriegen. Jetzt sitzt die NATO überall, nur nicht mehr als Verteidigungsbündnis gegen den Warschauer Pakt. Ich dachte, Kosovo ist ein souveräner Staat. Warum ist die Provinz immer noch besetzt? Vielleicht wird man künftig Wedding oder Kreuzberg herauslösen und besetzen?
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  • Dienstag, 02.08.2011 – 16:04 Uhr
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Das Kosovo
Im Kosovo leben auf 10.887 Quadratkilometern - einer Fläche etwa halb so groß wie Hessen - knapp zwei Millionen Einwohner, 95 Prozent sind muslimische Kosovo-Albaner. Um nach dem Krieg von 1999 weitere gewalttätige Auseinandersetzungen mit den Serben zu verhindern, wurde die Region unter die Verwaltung der Vereinten Nationen gestellt. Diese Unmik-Mission soll durch die größte zivile Mission der Europäischen Union im Rahmen der europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (ESVP) abgelöst werden.

Fläche: 10.908 km²

Bevölkerung: 1,734 Mio.

Hauptstadt: Pristina

Staatsoberhaupt:
Atifete Jahjaga

Regierungschef:
Hashim Thaçi

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