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Parlamentswahl in Griechenland: Die Ergebnisse im Überblick

Ergebnis der Parlamentswahl in Griechenland
In Klammern: Sitze*

Syriza
1/2015: 35,5 % (145)
9/2015: 36,3 % (149)
ND
1/2015: 28,1 % (75)
9/2015: 27,8 % (76)
CA
1/2015: 6,9 % (18)
9/2015: 6,3 % (17)
Potami
1/2015: 4,1 % (11)
9/2015: 6 % (17)
KKE
1/2015: 5,6 % (15)
9/2015: 5,5 % (15)
Anel
1/2015: 3,7 % (10)
9/2015: 4,8 % (13)
Pasok
1/2015: 6,3 % (17)
9/2015: 4,7 % (13)
Enosi
1/2015: 3,4 % (9)
9/2015: 1,8 % (0)

Stand: Hochrechnungen
Quelle: Griechisches Innenministerium


* Die Partei mit dem höchsten Stimmanteil erhält zusätzlich 50 Sitze.

Die wichtigsten Parteien
Neue Demokratie (ND)
Die von Evangelos Meimarakis geführte konservative Partei hat Griechenland 1981 in die damalige Europäische Gemeinschaft (EG) geführt; sie spricht sich vehement für den Verbleib des Landes in der Eurozone aus.
Bündnis der radikalen Linken (Syriza)
Die Partei von Premier Alexis Tsipras regierte von Ende Januar bis Ende August regiert. Syriza ist ein Sammelbecken linker Bewegungen. Falls das Bündnis wieder an die Macht kommt, will es eine Umstrukturierung der griechischen Schulden durchsetzen - das Sparprogramm aber einhalten.
Goldene Morgenröte (CA)
Die rechtsradikale Partei hetzt offen gegen Migranten, will sie alle aus Griechenland „vertreiben“. Fast gegen die gesamte Führung läuft derzeit ein Prozess wegen der Bildung einer kriminellen Organisation. Mitglieder der Ultrarechten sollen 2013 einen linken Rapper totgeschlagen haben.
Der Fluss (To Potami)
Die pro-europäische Partei wurde erst 2014 gegründet. In ihren Reihen finden sich zahlreiche Uni-Professoren und Journalisten. Die Partei fordert eine möglichst breite Zusammenarbeit der politischen Kräfte, um aus der Krise zu kommen.
Volkseinheit (LAE)
Die Partei ist durch die Spaltung der Syriza entstanden. Ihr Chef Panagiotis Lafazanis fordert den Austritt aus der Eurozone. Griechenland solle zudem seine Schulden nicht zurückzahlen.
Kommunistische Partei Griechenlands (KKE)
Die Hardliner-Kommunisten sprechen sich offen für einen Austritt Griechenlands aus der Eurozone und der EU aus. Kein Cent solle an die Gläubiger gezahlt werden.
Panhellenische sozialistische Bewegung (Pasok)
Die Partei der Sozialisten war einst mächtig. Die Wahl 2009 hatte sie noch mit rund 44 Prozent gewonnen. Heute kommt die Partei, die 2010 den Internationalen Währungsfonds und die Euro-Partner um Hilfe gebeten hatte, in Umfragen auf etwa 4,5 Prozent. Für die Wahl hat Pasok ein Bündnis mit der kleinen demokratischen Linken (Dimar) gebildet.
Unabhängige Griechen (Anel)
Die Führung der rechtspopulistischen Partei, einer Abspaltung der konservativen Nea Dimokratia, sieht das Land „besetzt“ von den Geldgebern. Allerdings waren die Rechtspopulisten erst im Januar eine Koalition mit der Syriza einzugehen. Die Partei stimmte dem neuen Sparprogramm geschlossen zu. Laut Umfragen muss sie nun um den Wiedereinzug ins Parlament zittern.

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