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12. Juli 2015, 12:53 Uhr

Italiens Premier Renzi gegen Schäuble

"Genug ist genug"

Einen europäischen Partner demütigen? Das geht gar nicht, findet Matteo Renzi. Der italienische Ministerpräsident kritisiert die deutsche Haltung in den Griechenland-Verhandlungen laut einem Zeitungsbericht scharf.

Italiens Ministerpräsident Matteo Renzi will einem Zeitungsbericht zufolge unbedingt eine Einigung mit Griechenland in der Schuldenkrise erreichen - und kritisiert Deutschlands Haltung scharf. "Jetzt muss der gesunde Menschenverstand zum Zuge kommen und ein Abkommen geschlossen werden", zitierte ihn die Tageszeitung "Il Messagero".

Am Samstag hatten Deutschlands Finanzminister Wolfgang Schäuble und seine Mitarbeiter ein vorübergehendes Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone ins Spiel gebracht.

Renzi sagte nun laut Zeitungsbericht: "Italien will keinen Austritt Griechenlands aus dem Euro, und in Richtung Deutschland sage ich: Genug ist genug." Nachdem der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras Reformvorschläge vorgelegt habe, müssten die restlichen Eurostaaten einer Einigung zustimmen. "Einen europäischen Partner zu demütigen, obwohl Griechenland fast alles aufgegeben hat, ist unvorstellbar", zitierte die Zeitung Renzi weiter. Der Sprecher des Regierungschefs bestätigte die Zitate zunächst nicht.

Renzis Finanzminister Pietro Carlo Padoan sagt, das größte Hindernis für eine Vereinbarung mit Griechenland sei der Mangel an Vertrauen. Er plädiere dafür, dass das griechische Parlament gleich ab Montag Maßnahmen beschließt.

kry/Reuters

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