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20. März 2017, 23:37 Uhr

Athen

Griechische Polizei fängt acht mutmaßliche Paketbomben ab

In Paris explodierte bereits eine Paketbombe, jetzt hat die griechische Polizei acht Sendungen konfisziert, die mutmaßlich mit Sprengstoff gefüllt sind. Sie waren an europäische Beamte adressiert.

Die griechische Polizei hat wenige Tage nach dem Versand von Paketbomben an das Berliner Finanzministerium und den Internationalen Währungsfonds (IWF) in Paris acht verdächtige Pakete in einem Athener Postverteilzentrum abgefangen und konfisziert.

Die Pakete seien an "Beamte in europäischen Ländern" adressiert gewesen, teilte die Polizei am Montag mit. Die Sendungen seien mit denen der vergangenen Woche identisch.

Am Donnerstag war im Pariser Bürogebäude des IWF ein Briefumschlag explodiert, eine Mitarbeiterin wurde dadurch leicht verletzt. Tags zuvor war in der Poststelle des Berliner Bundesfinanzministeriums ein Paket mit einem explosiven Gemisch und scharfem Zünder entdeckt worden. Das sogenannte Blitzknallgemisch hätte laut Polizei beim Öffnen zu erheblichen Verletzungen führen können.

Eine linksradikale Gruppe aus Griechenland gab an, den Umschlag an Finanzminister Wolfgang Schäuble verschickt zu haben. Sie bekannte sich aber nicht zu dem Briefanschlag auf den IWF. Die Behörden gehen jedoch davon aus, dass die Gruppe auch dafür verantwortlich ist.

Die Polizei habe in den vergangenen Tagen systematisch Paketzentren durchsucht, hieß es aus Behördenkreisen. Es sei nicht auszuschließen, dass weitere Sendungen auftauchten.

sun/gec/Reuters

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