Proteste in Griechenland Polizei geht mit Schlagstöcken gegen Lehrer vor

In Athen haben Tausende Lehrer gegen den Sparkurs der Regierung protestiert. Als sich die Demonstranten dem Regierungsviertel näherten, griffen die Sicherheitskräfte hart durch.

ORESTIS PANAGIOTOU/ EPA-EFE/ REX

Banner und Sprechchöre auf der einen, Schlagstöcke und Tränengas auf der anderen Seite: In Athen sind Lehrer für ihre Festanstellung auf die Straße gegangen. Die Beamten wollten ins Parlament und ins Regierungsviertel von Athen eindringen, im griechischen Fernsehen war zu sehen, wie die griechische Polizei zeitweise mit Schlagstöcken und Tränengas gegen die Demonstrierenden vorging.

Zuvor hatten mehrere Tausend Lehrer stundenlang im Zentrum Athens demonstriert. Sie wenden sich gegen die Sparpolitik der linken Regierung unter Regierungschef Alexis Tsipras, die vor allem Beamte hart trifft.

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Griechenland: Mit Schlagstöcken gegen Lehrer

Wegen der harten Sparprogramme waren in den vergangenen zehn Jahren kaum Lehrer fest angestellt worden. Im gesamten griechischen Schulsystem fehlen nach Angaben der Gewerkschaft der Volksschul- und Gymnasiallehrer Pädagogen. Zudem würden sie schlecht bezahlt, hieß es.

Die Pädagogen forderten ihre sofortige Festanstellung, nachdem sie mehrere Jahre auf Zeit beschäftigt waren. Alle staatlichen Schulen blieben am Donnerstag geschlossen. Auch die Gewerkschaft der Staatsbediensteten streikte aus Solidarität mit den Lehrern. Die meisten Behörden blieben geschlossen.

mst/dpa



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