Athen - Vorbeilaufende Migranten wurden beschimpft und aufgefordert, den zentralen Syntagma-Platz vor dem griechischen Parlament in Athen zu verlassen. Diese Aktion der ultranationalistischen und rassistischen griechischen Partei "Goldene Morgenröte" sollte ausschließlich für Griechen sein: Mitglieder der rechtsextremen Partei haben am Mittwoch im Zentrum der griechischen Hauptstadt Lebensmittel verteilt - allerdings ausschließlich an notleidende Griechen.
"Wir haben bei griechischen Produzenten griechische Produkte gekauft und verteilen sie nur an die Bürger. Nur wer Grieche ist, bekommt Hilfe", sagte Ilias Kasidiaris, ein Abgeordneter der Partei im Fernsehen. "Das ist richtig. Es gibt zu viele Illegale hier", sagte eine Frau im Fernsehen.
Rund fünfhundert Menschen erschienen zu der Kundgebung, viele ließen sich von den in schwarz gekleideten Rechtsextremisten mit Milch, Nudeln, Kartoffeln und Olivenöl versorgen. Mittels Ausweiskontrolle stellte die Partei dabei sicher, dass ihre Hilfe nur an Menschen mit griechischem Pass ausgegeben wurde.
Ähnliche Aktionen hatte es auf Initiative von Bauern aus Kreta in den vergangenen Wochen gegeben. Diese waren allerdings in Kooperation mit den Städten organisiert worden und hatten keinen parteipolitischen Hintergrund.
Die rechtsextremistische "Goldene Morgenröte" ist im griechischen Parlament mit 18 Abgeordneten vertreten. Sie hatte bei den jüngsten Wahlen am 17. Juni 6,9 Prozent bekommen. Ranghohe Mitglieder der Gruppierung befürworten offen eine auf ethnischer Herkunft basierende Staatsbürgerpolitik.
lgr/dpa/dapd/AFP
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