Wahl in Griechenland Linksbündnis Syriza legt in Umfrage kräftig zu

Fünf Tage vor der griechischen Parlamentswahl führt das Linksbündnis Syriza in der Wählergunst deutlich; das geht aus zwei Umfragen hervor. Die neue Partei von Ex-Regierungschef Papandreou würde an der Dreiprozenthürde scheitern.

Syriza-Chef Tsipras: Vorsprung von vier bzw. 6,5 Prozentpunkten
AFP

Syriza-Chef Tsipras: Vorsprung von vier bzw. 6,5 Prozentpunkten


Athen - Kurz vor der Parlamentswahl in Griechenland hat das Linksbündnis Syriza seinen Vorsprung im Rennen um die Gunst der Wähler ausgebaut. Nach zwei in der Nacht zum Dienstag in Athen veröffentlichten Umfragen kommt die Partei von Alexis Tsipras nunmehr auf 30,4 beziehungsweise 33,5 Prozent. Die Konservativen von Regierungschef Antonis Samaras landen bei 26,4 beziehungsweise 27 Prozent. Die Wahl findet am 25. Januar statt.

Bisherige Wählerbefragungen hatten einen Syriza-Vorsprung von etwa drei Prozentpunkten gesehen. Die Umfragen mit einem Vorsprung von vier und 6,5 Prozentpunkten wurden in den Fernsehsendern Skai und Mega veröffentlicht.

Die Sozialisten der derzeit mitregierenden Pasok unter Evangelos Venizelos kommen nach den Umfragen der Meinungsforschungsinstitute der Universität von Thessaloniki und GPO weit abgeschlagen auf 4,5 und 5,1 Prozent. Als drittstärkste Kraft erscheint in den Umfragen mit 7,5 und 5,2 Prozent die pro-europäische Partei der politischen Mitte, To Potami (Der Fluss). Dicht darauf folgen die Rechtsextremisten der Goldenen Morgenröte mit 5,5 und 5,2 Prozent. Die Kommunisten kommen auf 5,5 und 4,8 Prozent.

Die neu gegründete Bewegung der Demokraten und Sozialisten (Kidiso) des früheren Regierungschefs Giorgos Papandreou scheitert den Umfragen zufolge an der Dreiprozenthürde. Die rechtspopulistische Partei der Unabhängigen Griechen muss um den Einzug ins Parlament zittern: Beide Umfragen sehen sie bei um die drei Prozent.

mka/dpa

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insgesamt 56 Beiträge
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kawej 20.01.2015
1. Warum nicht
Wenn Sie noch nicht wie viele andere Parteien korrept sind sollten Sie einmal die Chance bekommen Ihre Stärke und Glaubwürdigkeit zu zeigen. Auf jeden Fall die Liken und Komminsten sind in der Rolle der Opposition immer die Demokratsten.
Mister Stone 20.01.2015
2.
Alleine wird er mit seiner Partei sowieso nicht regieren können, selbst gemeinsam mit den Sozialisten und den Kommunisten würden es wohl nur knapp über 40 % werden. Das Parlament wird unter dem Druck der europäischen "Freunde" wieder keine Regierung bilden, weil der Status Quo, der Stillststand, für die Anleger immer noch das geringere Übel ist.
saxschneider 20.01.2015
3. Die Griechen sollen wählen, wen sie wollen
das heißt aber nicht, dass wir Europäer ihren Vertragsbrüchen folgen müssen. Wenn sich Syriza nicht an die Verträge halten will, fliegen sie aus dem Euro - was denn sonst?
DenkZweiMalNach 20.01.2015
4. bitte links - rechts Schema vergessen
Das Schema links - rechts bringt heute nicht mehr viel. Eher muss man auf den Gegensatz schauen: neue Partei oder Systempolitiker, die schon lange die Hand aufgehalten haben. Dazu vielleicht noch die Trennung: für das eigene Volk oder EU-hörig. In diesem Sinne wäre es für die Griechen (nicht nur die) sicher gut, einmal alle alten Parteien abzuwählen.
nixkapital 20.01.2015
5. Hm...
Die Folge wird sein, dass Griechenland aus dem Euro ausscheidet. Vielleicht nicht die schlechteste aller Optionen, zumindest befreit sich Griechenland dann aus dem Joch Merkel. Eine eigene Währung kann helfen, wieder konkurrenzfähig zu werden. Die Leute werden millionenfach nach Griechenland zum Urlauben kommen.
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