Griechisches Referendum Europa zittert vor dem Nein

Der Premier geht voll auf Risiko: Georgios Papandreou lässt die Griechen über das EU-Hilfspaket abstimmen und erschüttert schon allein mit der Ankündigung die Märkte. Sagt sein Volk ja, könnte sich sein Pokerspiel auszahlen. Doch ein Scheitern droht Europa ins Chaos zu stürzen.

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Berlin - Alles oder nichts: Mit einem heiklen Manöver hat Georgios Papandreou seine Partner brüskiert, die Aktienmärkte schockiert - und ganz Europa irritiert. Der griechische Premier will sein Volk über den Rettungskurs für das hochverschuldete Euro-Land abstimmen lassen. Der Ausgang? Höchst ungewiss.

Noch in dieser Woche wird das Parlament in Athen über das Referendum beraten, am Donnerstag oder Freitag will Papandreou zudem die Vertrauensfrage stellen. Der Sozialist verknüpft sein politisches Schicksal mit dem Kampf gegen die Schuldenkrise. Einmal schon, vor rund vier Monaten, hat er eine Vertrauensfrage überstanden. Nun droht abermals eine Zitterpartie: Mittlerweile hat sich seine Parlamentsmehrheit auf nur noch zwei Stimmen reduziert.

Der Zeitpunkt des Referendums selbst ist noch unklar. Frühestens aber, so heißt es, könnten die Griechen im Januar 2012 abstimmen. Es wird eine Art Schicksalswahl, so viel ist jetzt schon klar. Entsprechend groß ist im Rest des Kontinents die Angst vor einem Nein.

Was passiert, wenn die Griechen den Euro-Rettern in Brüssel in die Parade fahren? Welche Folgen hätte das für den Euro? Oder liegt in Wahrheit sogar eine Chance in Papandreous Plan? Die wichtigsten Fragen im Überblick.

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reinhard_m, 01.11.2011
1. Hoffentlich lernt Europa daraus
Zitat von sysopDer Premier geht voll auf*Risiko:*Georgios Papandreou*lässt die Griechen über das EU-Hilfspaket abstimmen und*erschüttert*schon*allein mit der Ankündigung die Märkte.*Sagt sein Volk ja, könnte sich*sein Poker-Spiel*auszahlen. Doch*ein Scheitern*droht Europa*ins Chaos*zu stürzen. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,795226,00.html
Europa ist so oder so "im Chaos". Die verfrühte Euro-Erzwingung war an Leichtfertigkeit und Unbedachtheit nicht mehr zu überbieten. Das so ein Narrenstück scheitern muße war doch absehbar. Es wäre gut, wenn die Griechen der Tragödie jetzt ein schnelles Ende machten und wenn die Menschen - in ganz Europa - daraus ihre Lehren zögen. Man kann derart weittragende Entscheidungen wie eine Gemeinschaftswährung nicht nur eitlen, kurzsichtigen und nicht immer sonderlich kompetenten Politikern überlassen, die nur an ihr eigenes Wohl und an ihr Bild in der Gechichte denken, sondern so etwas muß von kühl kalkulierenden Experten mit Verstand und Weitsicht ausgearbeitet und dann den Menschen zur Entscheidung vorgelegt werden.
Andreas Rolfes 01.11.2011
2.
---Zitat--- Europa zittert vor dem Nein ---Zitatende--- Nein, Europa zittert nicht vor einem Nein. Es betet darum, damit das Drama endlich zu einem Ende kommt!
peterhausdoerfer 01.11.2011
3. Untragbar
Zitat von sysopDer Premier geht voll auf*Risiko:*Georgios Papandreou*lässt die Griechen über das EU-Hilfspaket abstimmen und*erschüttert*schon*allein mit der Ankündigung die Märkte.*Sagt sein Volk ja, könnte sich*sein Poker-Spiel*auszahlen. Doch*ein Scheitern*droht Europa*ins Chaos*zu stürzen. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,795226,00.html
Griechenland ist nicht länger tragbar, es muss aus dem Euro und der Eurozone ausscheiden. Ein verbleibt von Griechenland in der EU zerstört die Solidarität in der Gemeinschaft. Nicht Griechenland muss geschützt werden sondern die EU und zwar vor Griechenland.
Pinin 01.11.2011
4. Das ist kein Paradoxon
"Umfragen zeigen ein griechisches Paradoxon: Fast 60 Prozent der Bevölkerung sind mit den Gipfelbeschlüssen aus Brüssel unzufrieden und lehnen das harte Sparprogramm ab. Doch 70 Prozent der Griechen wollen, dass ihr Land in der Euro-Zone bleibt." Das ist nicht paradox, sondern logisch: Die Griechen lehnen das Sparprogramm ab, aber wollen dass die anderen Europäer weiter für sie bezahlen.
hanspeter.b, 01.11.2011
5. Falsch
Zitat von sysopDer Premier geht voll auf*Risiko:*Georgios Papandreou*lässt die Griechen über das EU-Hilfspaket abstimmen und*erschüttert*schon*allein mit der Ankündigung die Märkte.*Sagt sein Volk ja, könnte sich*sein Poker-Spiel*auszahlen. Doch*ein Scheitern*droht Europa*ins Chaos*zu stürzen. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,795226,00.html
Ein "Nein" würde Europa sicher nicht ins Chaos stürzen. Allerdings werden die 4-5 Monate der vollkommenen Ungewissheit mit Sicherheit für 4-5 Monate chaotische Verhältnisse auf dem Finanzmärkten sorgen. Ein "Nein" - was auch immer darunter zu verstehen ist - würde aber zweifellos Griechenland ins Chaos stürzen. Niemand würde einem solchen Land jemals wieder Geld leihen oder sich auf Abmachungen mit Griechenland verlassen. Griechenland wäre auf Jahrzehnte ein Bäh-Staat.
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