Großbritannien Zehntausende versuchte Porno-Abrufe aus Parlament

Schon wieder Großbritannien, schon wieder schlüpfriges Material bei Politikern: Im Parlament gab es 24.000 Versuche, auf Pornoseiten zuzugreifen. Nach einem Ministerrücktritt will Premier May das Kabinett umbauen.

Britisches Unterhaus
AFP/ Parliamentary Recording Unit

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Seit der Neuwahl in Großbritannien hat es 24.000 Versuche aus dem Parlament gegeben, auf pornografische Webseiten zuzugreifen. Das geht aus offiziellen Angaben hervor, die auf einer Anfrage der Nachrichtenagentur Press Association beruhen.

Zwischen Juni und Oktober gab es demnach am Tag 160 Versuche, auf Porno-Webseiten zuzugreifen - von Abgeordneten, Mitarbeitern und Angestellten des Parlaments. Laut einem Sprecher werden die Webseiten vom internen Netzwerk blockiert. Es handele es sich deshalb nicht um tatsächliche Aufrufe.

Im Dezember war Kabinettsminister Damian Green nach Belästigungsvorwürfen und Berichten über Pornografie auf seinem Dienstrechner zurückgetreten. Sein Posten muss neu besetzt werden.

Premierministerin May plant darüber hinaus einen weiteren Umbau des Kabinetts. "Damian Greens Weggang vor Weihnachten bedeutet, dass Änderungen gemacht werden müssen, und ich werde Änderungen vornehmen", sagte May der BBC.

Die prominentesten Figuren in ihrem Kabinett haben aber wohl nichts zu befürchten. Das berichten zumindest britische Medien unter Berufung auf Regierungskreise. Demnach bleiben Außenminister Boris Johnson, Schatzkanzler Philip Hammond, Innenministerin Amber Rudd und Brexit-Minister David Davis auf ihren Posten. Zuletzt war vor allem über die Zukunft Johnsons und Hammonds spekuliert worden.

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cte

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