Camerons Jahre als Premier Grillen mit Obama, Fußball mit Merkel 

Der Krieg in Libyen, die Unruhen im eigenen Land, das Votum für den EU-Ausstieg: Sechs bewegte Jahre war David Cameron britischer Premier. Er hinterlässt ein gespaltenes Königreich. Die Bilder.

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Händeschütteln bei der Queen - damit fing alles an. Am 11. Mai 2010 ernannte Elizabeth II. David Cameron zum neuen Premier Großbritanniens. Seine konservative Tory-Partei hatte zuvor die Unterhauswahlen gewonnen. Gemeinsam mit den Liberalen trat Cameron in eine neue Regierung ein - und die Nachfolge von Labour-Politiker Gordon Brown an.

Sechs Jahre sind seither vergangenen - viel ist passiert: Da waren die Unruhen und Plünderungen in London und anderen englischen Städten. Da war der umstrittene internationale Militäreinsatz in Libyen, an dessen Spitze sich Großbritannien und Frankreich gestellt hatten. Da war letztlich das Votum für den Brexit. Cameron wollte den Ausstieg des Königreichs aus der EU nicht. Doch er selbst war es, der die Volksabstimmung erst möglich gemacht hatte.

Und auch am Ende steht die Queen: Nach einer letzten Fragestunde im Unterhaus reicht Cameron an diesem Mittwoch bei Königin Elizabeth II. sein Rücktrittsgesuch ein.

Was bleibt von Premier David Cameron? Welche Erinnerungen? Welche Bilder?

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Cameron als Premier: Grillen mit Obama, Fußball mit Merkel

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artifex-2 13.07.2016
1. Right or wrong ,my country
Den britischen Wahlspruch sollten auch wir beherzigen . Dass der Hazardeur Cameron gegen sein Volk und die EU gespielt hat , ist klar . Ob dabei UK verloren hat ,wird sich jedoch erst die nächsten Jahre erweisen .
freigeist1964 13.07.2016
2. Der Krieg in Libyen, die Unruhen im eigenen Land, das Votum für den EU-Ausstieg
Das liest sich wie eine Liste des Schreckens. Cameron wird zweifelsohne in die Geschichte eingehen. Allerdinsg als der unfähigste Premieminister ever. Was der Mann auch gemacht hat, es wurde zum Fiasko!
gldek 13.07.2016
3. Schade, ein wirklich sympatischer Typ
Er ließ sich nicht widerspruchslos vor den EU-Karren spannen. Seine Vorstellung einer europäischen Gemeinschaft war realitätsnäher als das der anderen Staatsoberhäupter.
vera gehlkiel 13.07.2016
4.
Zitat von artifex-2Den britischen Wahlspruch sollten auch wir beherzigen . Dass der Hazardeur Cameron gegen sein Volk und die EU gespielt hat , ist klar . Ob dabei UK verloren hat ,wird sich jedoch erst die nächsten Jahre erweisen .
Es kommt drauf an, wer sich künftig als "UK" definiert, respketive noch definieren darf, denke ich: die Jungen, Strebsamen, Hoffnungsvollen, die den Mut haben, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen, die keinerlei klebrigen Tröstungen von zynischen Doppeldenkern und Priestern eines falschen Politiksurrogats, das als eine betäubende Religion daherkommt, bedürfen? Oder aber die Leute, die auch gern auf Kaffeefahrten Songs über das hören, was immer schon gut und richtig war, und die entschieden dafür sind, einfach weiter weghören und wegsehen zu dürfen, während die Zukunft in Gestalt der Globalisierung angerollt kommt, und bereits den ganzen Himmel komplett ausfüllt? Wer auf die letztere Gruppe baut, und die Zukunft darin sieht, den Leuten etwas zu versprechen, was noch nicht mal in der Vergangenheit funktioniert hat, der kann als Politiker heutzutage nicht mehr ernst genommen werden. James Cameron ist der Prototyp für solch einen Politiker, er war es seit eh und je. Solche Politiker sind entweder Bauernfänger, oder sie sind intellektuell gesehen nicht dafür gerüstet, unsere Zukunft mit zu gestalten. Was es dann im konkreten Fall bei Jim Cameron war: es darf einen ziemlich kalt lassen.
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