Großbritannien Trump kommt nur zum "Arbeitsbesuch" zu May

Mehr als 1,8 Millionen Briten sprachen sich gegen einen offiziellen Staatsbesuch von Donald Trump aus. Jetzt kommt er am 13. Juli erstmals als US-Präsident ins Vereinigte Königreich - großes Brimborium gibt es nicht.

Theresa May und Donald Trump (Archivaufnahme)
REUTERS

Theresa May und Donald Trump (Archivaufnahme)


Donald Trump wird sich am 13. Juli in Großbritannien zu bilateralen Gesprächen mit Premierministerin Theresa May treffen. Das teilten ein britischer Regierungssprecher und das Weiße Haus mit. Wo das Treffen stattfinden wird, ist noch unklar.

Es werde sich um einen "Arbeitsbesuch" handeln, hieß es. May hatte Trump nach dessen Amtsantritt im Januar 2017 besucht und die Einladung zu einem Staatsbesuch mit viel Pomp im Namen der Queen ausgesprochen. Das hatte jedoch zu heftigen Protesten in Großbritannien geführt.

Trump-Kritiker kündigten Massendemonstrationen an, Parlamentssprecher John Bercow schloss aus, Trump zu empfangen. In einer Petition sprachen sich mehr als 1,8 Millionen Briten gegen einen Staatsbesuch von Trump aus.

Bereits im Januar war mit einem Besuch Trumps zur Eröffnung der neuen US-Botschaft in London gerechnet worden. Der US-Präsident sagte damals aber kurzfristig per Twitter ab.

als/dpa



insgesamt 9 Beiträge
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MisterD 26.04.2018
1. Oha...
Bald ist Brexit und zwischen USA und UK herrscht eisige Stimmung. Wäre ich May, ich würde Trump Bauchpinseln bis es quietscht... es ist Großbritanniens einzige Chance...
spon_3590950 26.04.2018
2. die amerikanischen Vettern
Die Briten mögen wohl die amerikanischen Vettern nicht mehr. Sollten sie aber. Nach dem Brexit bleiben nicht mehr so viele Freunde. Das Empire kommt nicht wieder. Kanada, Neuseeland und Australien sind als Wirtschaftspartner und Absatzmärkte keine Alternative zur EU, wohl aber die Amis mit 360Mio Menschen.
parrotadvice4u 26.04.2018
3. Das Problem ist doch eher...,
Zitat von MisterDBald ist Brexit und zwischen USA und UK herrscht eisige Stimmung. Wäre ich May, ich würde Trump Bauchpinseln bis es quietscht... es ist Großbritanniens einzige Chance...
völlig egal, was May macht, sie wird von allen Seiten bombardiert. Man muss kein Freund von May sein, um zu sehen, dass sie wirklich einen super harten Job hat. Zum Thema Brexit, kam heute auf France 24 ein guter Bericht, der beide Seiten gut beschrieben hat. Zum Thema Trump, ich denke, es hätte ein besseres Datum gefunden werden können. :-)
s.l.bln 26.04.2018
4. Was würde Ihnen...
Zitat von MisterDBald ist Brexit und zwischen USA und UK herrscht eisige Stimmung. Wäre ich May, ich würde Trump Bauchpinseln bis es quietscht... es ist Großbritanniens einzige Chance...
...das bringen? Mit Blick auf das Iranthema bekommt man grade eindrucksvoll gezeigt, was von Abkommen mit den USA zu halten ist und wie es um deren Halbwertzeit bestellt ist. In Trumps Vorstellung ist ein Deal, von dem beide profitieren, ein schlechter Deal. Das bestätigt er so auch ungefragt. Daher wär das mit Abstand Dämlichste, was den Briten grade einfallen könnte, ihr Zukunft in amerikanische Hände zu legen. Das dürfte May auch wissen und es wär ihr vermutlich egal, wenn die Briten selbst nicht so wenig von Trump halten würden.
rudig 26.04.2018
5. naja,
Zitat von spon_3590950Die Briten mögen wohl die amerikanischen Vettern nicht mehr. Sollten sie aber. Nach dem Brexit bleiben nicht mehr so viele Freunde. Das Empire kommt nicht wieder. Kanada, Neuseeland und Australien sind als Wirtschaftspartner und Absatzmärkte keine Alternative zur EU, wohl aber die Amis mit 360Mio Menschen.
es gibt natürlich auch noch China, Indien, Japan u.s.w. Ausserdem wird ja wohl ein Handelsabkommen zwischen USA und UK festgelegt. Endlich kann UK seine Handelsbeziehungen ohne die EU festlegen.
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