"Bedrohung eliminieren" Verteidigungsminister Williamson will britische IS-Terroristen töten

"Ein toter Terrorist kann Großbritannien keinen Schaden zufügen": Verteidigungsminister Gavin Williamson will mit britischen Staatsbürgern, die für die IS-Terrormiliz kämpfen, kurzen Prozess machen.

Gavin Williamson
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Die Worte sind für den Vertreter einer westlichen Regierung ungewohnt martialisch: Nach dem Willen des neuen britischen Verteidigungsministers Gavin Williamson sollen Landsleute, die für die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) kämpfen, ausfindig gemacht und getötet werden.

Es ist ganz einfach, meiner Meinung nach kann ein toter Terrorist Großbritannien keinen Schaden zufügen", sagte der Minister der Boulevardzeitung "Daily Mail". "Wir sollten alles unternehmen, was wir können, um diese Bedrohung zu zerstören und zu eliminieren."

Schätzungen zufolge reisten bislang 800 britische Staatsbürger in den Irak und nach Syrien, um sich dem IS anzuschließen. 130 von ihnen sollen getötet worden sein, rund 400 weitere bereits nach Großbritannien zurückgekehrt sein.

Auch britische IS-Kämpfer, die in andere Länder geflohen seien, sollten getötet werden, sagte Williamson der Zeitung. Für sie dürfe es keinen "sicheren Raum" mehr geben, sie müssten "zur Strecke gebracht werden", sagte der Minister, der seit vergangenem Monat im Amt ist.

Großbritannien war in der Vergangenheit mehrfach Ziel islamistischer Anschläge geworden. Bei fünf Attacken in diesem Jahr kamen insgesamt 36 Menschen ums Leben.

kev/AFP

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