Zwischenfall vor Schottland Britische Kampfjets fangen russische Bomber ab

Die britische Luftwaffe hat zwei Kampfjets vom Typ "Typhoon" aufsteigen lassen. Das Militär hatte russische Bomber nahe dem britischen Luftraum gesichtet.

Typhoon Jet der Royal Air Force
AP

Typhoon Jet der Royal Air Force


Die britische Royal Air Force hat "Typhoon"-Eurofighter starten lassen, um die Aktivitäten zweier russischer Bomber zu beobachten. Diese waren am Mittwoch nahe an den britischen Luftraum herangeflogen. Laut "Daily Mirror" kamen die Jets von der Militärbasis Lossiemouth in Schottland.

Die britische Luftwaffe teilte mit, es habe sich um eine Vorsichtsmaßnahme gehandelt. "Es gab zu keiner Zeit eine Gefahr für den britischen Luftraum", sagte ein Sprecher.

Das russische Verteidigungsministerium teilte bei Facebook mit, es handle sich bei dem Manöver um einen Routineflug, der nach zehn Stunden beendet sein soll. Die zwei Bomber seien unterwegs in Richtung norwegische Gewässer. Man halte sich an internationale Regeln.

Großbritannien beobachtete in letzter Zeit immer wieder russische Kampfflugzeuge, die nahe seinem Luftraum auftauchen. Im September entdeckte die Luftwaffe russische Jets, die über die Nordsee flogen. Russland trete immer bestimmter auf, sagte der britische Staatsminister für die Streitkräfte, Mark Lancaster, noch im Juli. Die Royal Air Force habe in den vergangenen zehn Jahren mehr als 80 Mal Flugzeuge losgeschickt, um die russischen Militärflugzeuge zu beobachten, sagte Lancaster.

Die russische Marine hat weitere Raketentests vor der norwegischen Küste angekündigt. Nach Angaben der norwegischen Flugsicherung Avinor sollen diesmal Flugkörper in der Barentssee abgeschossen werden. Das Übungsgebiet liegt nördlich der Stadt Kirkenes und der Makkaur-Halbinsel in internationalen Gewässern. Er erwarte durch die Militärübung keine Auswirkungen auf den zivilen Luftverkehr, sagte ein Avinor-Sprecher.

Am Donnerstag beginnt die russische Marine mit Raketentests vor der norwegischen Westküste auf der Höhe der Städte Trondheim und Ålesund. Hier überschneidet sich das Übungsgebiet teilweise mit dem des Nato-Manövers Trident Juncture. Zurzeit trainieren in Norwegen rund 50.000 Soldaten aus den Nato-Staaten für den Bündnisfall, also den Beistand für ein angegriffenes Nato-Mitglied.

mst/Reuters/dpa



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