Geplanter Anschlag auf Theresa May IS-Anhänger muss lebenslang ins Gefängnis

Er wollte mehrere Bomben in Londons Regierungsviertel zünden und anschließend Premierministerin Theresa May töten. Ein 21-Jähriger ist in Großbritannien zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden.

Theresa May
REUTERS

Theresa May


Weil er ein Attentat auf die britische Premierministerin Theresa May plante, muss ein 21 Jahre alter Mann aus dem Norden Londons eine lebenslange Freiheitsstrafe verbüßen. Das entschied das Londoner Strafgericht Old Bailey.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Naa'imur Zakariyah R. mehrere Bomben im Regierungsviertel zur Explosion bringen und May mit einem Messer oder einer Schusswaffe töten wollte. Er hätte den Anschlag durchgeführt, wenn man ihn nicht aufgehalten hätte, sagte Richter Charles Haddon-Cave. Er fügte hinzu: "Er ist eine sehr gefährliche Person."

Geschnappt wurde der Anhänger der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS), weil er im Internet verdeckten Ermittlern in die Falle gegangen war. Sie hatten sich als Kontaktleute zum IS ausgegeben und ihm den notwendigen Sprengstoff versprochen.

Kurz nachdem er die vermeintlichen Bomben im November vergangenen Jahres abgeholt hatte, wurde er festgenommen. Er kann frühestens nach 30 Jahren auf eine Freilassung hoffen.

asa/dpa



insgesamt 5 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
paddern 31.08.2018
1. Nachvollziehbar...
... wenn man sich vor Augen hält wie die Eroberungen der Briten abgelaufen sind. Keine Diskussion Deutschland hat sich auch einiges zu Schulden kommen lassen. Schaut man aber genau hin schlagen das die Briten aber locker (Amerika, Asien, Afrika... Man braucht nicht mal Länder aufzählen, die haben ganze Kontinente gestürmt)
kalim.karemi 31.08.2018
2. Ach man hat Verständnis?
Zitat von paddern... wenn man sich vor Augen hält wie die Eroberungen der Briten abgelaufen sind. Keine Diskussion Deutschland hat sich auch einiges zu Schulden kommen lassen. Schaut man aber genau hin schlagen das die Briten aber locker (Amerika, Asien, Afrika... Man braucht nicht mal Länder aufzählen, die haben ganze Kontinente gestürmt)
Und opfert sich wahrscheinlich auch gern? Ist ja auch so schön einfach wenn man nicht selber betroffen ist. Erklärung bitte, wenn ich in Moskau einen Anschlag verüben möchte, weil die Russen 45 gewütet haben, entschuldigt das mein Hamdeln?
hockeyer12 31.08.2018
3. Die ersten beiden
Kommentare sollte man in die populistische Krabbelkiste stecken. Ernst kann man sie ja nicht nehmen. Zum Thema: Ein richtiges Urteil, das leider allgemein nichts ändern wird. Denn so verbohrte Radikale kann man nicht mehr erreichen. Egal ob IS; Nazis ala Breivik oder was man sonst noch nennen könnte
artep 31.08.2018
4. Aha !
In GB kann man also für die Absicht einer Straftat lebenslänglich verurteilt werden, in der BRD wäre das erst nach der vollzogenen Straftat möglich und da wäre lebenslänglich auch nicht 30, sondern 18 Jahre. Das ist gut und schlecht zugleich. Einerseits ist die deutsche Rechtssprechung wesentlich humaner, andererseits hindert sie die deutsche Justiz, dort einzugreifen, wo man ziemlich sicher ist, dass eine Katastrophe passieren wird. So sind die vielen Beobachtungen von Gefährdern zu erklären, die keine juristischen Konsequenzen haben.
dan_coynevox 31.08.2018
5. Schon komisch, dass alle 14 Tage
bei uns in Europa irgendwelche IS-Jungs um die 20 , von denen die Presse nur Kürzel und verpixelten Gesichtern zeigt, Bomben in Internet kaufen und "Attentate" planen... Währenddessen explodieren in Afghanistan und Irak jede Woche pünktlich Autobomben, die nur mit Gasflaschen und 300 Liter Benzin geladen wurden.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.