+++ Liveticker zur Großbritannien-Wahl +++ Sanders gratuliert Corbyn

Jubel im linken Lager: Der US-Präsidentschaftsbewerber Bernie Sanders hat Labour-Chef Corbyn zu seinem erfolgreichen Wahlkampf gratuliert. Die Entwicklungen im Liveblog.

Jeremy Corbyn
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Jeremy Corbyn


• Die konservative Partei von Premierministerin Theresa May hat bei den vorgezogenen Parlamentswahlen die absolute Mehrheit verpasst. Die Labour-Partei von Jeremy Corbyn legte hingegen deutlich zu. • Damit steht eine komplizierte Regierungsbildung bevor: Die Liberaldemokraten schlossen eine Koalition bereits aus. Es bleibt einzig die Möglichkeit einer Minderheitsregierung. May hat angeblich die Unterstützung der nordirischen DUP. • Viele Politiker hatten zuvor Mays Rücktritt gefordert. Die Regierungschefin hatte Neuwahlen angesetzt, um sich für die anstehenden Brexit-Verhandlungen mehr Rückendeckung zu sichern. Das Kalkül ging allerdings nicht auf. 6/9/17 2:34 PM Nach dem Rücktritt des britischen Ukip-Chefs Paul Nuttall hat die EU-feindliche Partei einen neuen Vorsitzenden gewählt. Steve Crowther werde die Partei als Interimschef leiten, teilte Ukip am Freitag mit. Er hatte als Abgeordneter für den Wahlkreis North Devon kandidiert. 6/9/17 2:07 PM Pressekonferenz bei der DUP, Theresa Mays potenziellem Partner bei der Regierungsbildung: Sie habe heute Morgen mit Theresa May darüber gesprochen, wie die DUP und die Konservativen Großbritannien dem Vereinigten Königreich "Stabilität" bringen können, sagte Arlene Foster, Vorsitzende der Democratic Unionist Party. Sie erwähnte jedoch nicht, dass eine Vereinbarung zwischen den beiden Parteien bereits getroffen wurde.  6/9/17 1:42 PM Norbert Röttgen, Chef des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, hält erneute Neuwahlen in Großbritannien für wahrscheinlich. "Eine Minderheitsregierung wird ein Übergang sein, in der Britannien eingeschränkt verhandlungsfähig für den Brexit ist", sagte der CDU-Politiker der "Welt". 6/9/17 1:20 PM Ex-US-Präsidentschaftsbewerber Bernie Sanders hat Jeremy Corbyn zum erfolgreichen Wahlkampf seiner Labour-Partei gratuliert. Auf Facebook schrieb Sanders: "Es ist wunderbar zu sehen, dass Labour so einen Aufschwung erlebt. Auf der ganzen Welt wehren sich die Menschen gegen die Sparpolitik und die extreme soziale Ungleichheit... Ich gratuliere Jeremy Corbyn zu einem sehr wirkungsvollen Wahlkampf." 6/9/17 12:48 PM Der Parteichef der Liberaldemokraten, Tim Farron, fordert den Rücktritt von May. Die Brexit-Verhandlungen sollten zudem ausgesetzt werden. Die Argumente für ein zweites Brexit-Referendum würden stärker. 6/9/17 12:46 PM Die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon fordert die britische Regierung auf, Abstand von den Plänen für einen harten Brexit zu nehmen. Sie werde alles versuchen, die Konservativen von der Macht fernzuhalten und Großbritannien sowie Schottland im EU-Binnenmarkt zu halten. 6/9/17 12:38 PM EU-Ratspräsident Donald Tusk hat Theresa May gratuliert - und die Premierministerin gleichzeit zur Eile gedrängt: Bei den Brexit-Verhandlungen gebe es keine Zeit zu verlieren. 6/9/17 12:18 PM "Wir werden weiterhin mit unseren Freunden und Partnern, besonders in der DUP, zusammenarbeiten", sagte May bei ihrer Ansprache nach dem Termin bei der Queen. "An die Arbeit jetzt", gab sie als Motto aus. Im Laufe des Tages wird sie möglicherweise schon erste wichtige Kabinettsbesetzungen bekannt geben. 6/9/17 12:15 PM Wer geht für Kensington ins Unterhaus? Der letzte Wahlbezirk ist immer noch nicht ausgezählt: In dem Londoner Stadtteil gebe es am Abend eine neue Auszählung, melden BBC und "Guardian". 6/9/17 12:12 PM Theresa May vor Downing Street Nr. 10 6/9/17 11:57 AM „Diese Regierung wird das Land durch die schwierigen Verhandlungen in der nächsten Zeit führen“: Theresa May hat sich nach ihrem Besuch im Buckingham-Palast vor dem Regierungssitz Downing Street Nr. 10 geäußert. Sie bekräftigte ihre Absicht, den Willen des Volkes gerecht zu werden und Großbritannien aus der EU zu führen. May will die Verhandlungen über den EU-Austritt wie von Brüssel vorgeschlagen am 19. Juni beginnen. 6/9/17 11:49 AM Es ging schneller als angenommen: Theresa May hat den Buckingham-Palast bereits wieder verlassen und sich zurück zu Downing Street Nr. 10 gemacht. 6/9/17 11:41 AM Theresa May ist im Buckingham-Palast angekommen und wird angeblich nach dem Treffen mit der Königin ein Statement abgeben. 6/9/17 11:34 AM Das Gespräch ist vertraulich und dürfte rund eine halbe Stunde dauern. 6/9/17 11:28 AM Theresa May hat sich von Downing Street Nr. 10 aus auf den Weg zur Queen gemacht. Im Buckingham-Palast will sie Elizabeth II. um Erlaubnis für eine Regierungsbildung bitten. 6/9/17 11:17 AM In der deutschen Wirtschaft hat die Wahl in Großbritannien Sorgen ausgelöst. Es steige die Unsicherheit, beklagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, Martin Wansleben. "Der Fahrplan für die Brexit-Verhandlungen ist nun Makulatur." Auch Außenhandelspräsident Anton Börner rechnet mit neuen Unwägbarkeiten rund um den Brexit. "Das ist überhaupt kein Grund zur Schadenfreude, denn das ist eine schlechte Nachricht für Brüssel", sagt er. 6/9/17 10:55 AM Was ist die DUP eigentlich genau? Die Democratic Unionist Party (DUP) ist die wichtigste protestantisch-unionistische Partei in Nordirland. Sie wurde 1971 von dem als politischer Hardliner geltenden protestantischen Pfarrer Ian Paisley (1926-2014) gegründet. Derzeit wird sie von Arlene Foster geführt. Die DUP setzt sich strikt für den Erhalt der Einheit des Vereinigten Königreichs ein und vertritt im Nordirland-Konflikt die probritische Seite. 6/9/17 10:51 AM Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) sieht das Ergebnis der Wahl in Großbritannien als Ablehnung eines harten Brexits. May habe auf eine starke Mehrheit für den schnellen Ausstieg Großbritanniens aus der EU spekuliert. Diese habe sie nicht bekommen, sagte Gabriel. Die Botschaft der Wahl laute für ihn: "Macht faire Gespräche mit der Europäischen Union und überlegt noch mal, ob es eigentlich gut für Großbritannien ist, in dieser Art und Weise aus der EU auszuscheiden." Man müsse jetzt möglichst schnell eine neue Regierung bilden, mit der ernsthafte Verhandlungen geführt werden könnten, so Gabriel. 6/9/17 10:35 AM Die Stimmen sind fast ausgezählt. So sieht die politische Karte der britischen Wahlergebnisse aus: 6/9/17 10:35 AM Quelle: @britainelects 6/9/17 10:18 AM Die Bundesregierung will das Wahlergebnis in Großbritannien "aus Höflichkeit und Respekt" derzeit noch nicht kommentieren. Die stellvertretende Regierungssprecherin Demmer betont aber mit Blick auf die anstehende Brexit-Gespräche: "Die EU ist auf alle Verhandlungen vorbereitet". Daran habe sich durch die jüngste Wahl nichts geändert. 6/9/17 9:57 AM EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker sieht die britische Regierung am Zug, einen Zeitpunkt für den Beginn der Brexit-Verhandlungen zu nennen. "Der Staub in Großbritannien muss sich jetzt legen", sagt er der "Süddeutschen Zeitung" . Die EU sei seit Monaten bereit für die Verhandlungen. 6/9/17 9:48 AM Paul Nuttal, Chef der UK Independence Party, hat nach der Wahlniederlage seiner Rechtspopulisten seinen Rücktritt verkündet. 6/9/17 9:38 AM Tories und die DUP bekommen die nötige Mehrheit im Parlament gemeinsam knapp zusammen. 326 der 650 Sitze im Parlament müssten erreicht werden. Die Tories kamen nach Auszählung fast aller Wahlkreise auf 317 Mandate, die DUP liegt bei zehn Sitzen.  6/9/17 9:28 AM May hat sich offenbar die Unterstützung durch die DUP gesichert. Dafür brauche es keinen formalen Koalitionsvertrag, sagte ein DUP-Vertreter dem TV-Sender Sky. 6/9/17 9:23 AM May strebe eine konservative Minderheitenregierung mit Duldung der nordirischen DUP an, heißt es in britischen Medien. 6/9/17 9:20 AM Inzwischen hat auch ein Sprecher Mays bestätigt, dass die Regierungschefin trotz Wahlpleite der Tories eine neue Regierung bilden will. 6/9/17 9:17 AM Nach Information der BBC will Theresa May um 12.30 Uhr im Buckingham Palace eintreffen. Dort wird sie die Queen bitten, eine neue Regierung bilden zu dürfen . Ihr für 11 Uhr (MESZ) angekündigtes Statement verzögerte sich zunächst auf unbestimmte Zeit.  6/9/17 8:57 AM In wenigen Minuten tritt May vor die Presse - die vorderste Frage nun: 6/9/17 8:54 AM Bundesaußenminister Sigmar Gabriel sagt, die britischen Bürger hätten gezeigt, dass sie nicht mit sich spielen lassen wollten. Jetzt komme es auf eine schnelle Regierungsbildung an. Großbritannien solle in den Verhandlungen so eng wie möglich an der EU gehalten werden. 6/9/17 8:40 AM 6/9/17 8:26 AM Der Fernsehsender Sky meldet, die nordirische DUP erwäge die Unterstützung einer Minderheitsregierung der Konservativen. 6/9/17 8:25 AM Eine eigene Mehrheit haben auch die britischen Sozialdemokraten nicht. Labour-Chef Corbyn verkündete dennoch am Freitag: "Wir sind bereit, diesem Land zu dienen“. John McDonnell - möglicher Finanzminister in einem Labour-Kabinett - kündigte an, seine Partei werde eine Minderheitsregierung anstreben. Koalitionen mit anderen Parteien lehnt sie ab. 6/9/17 8:15 AM Großbritannien sieht sich nun mit einem „hung parliament“ konfrontiert – einem „Parlament in der Schwebe“, in dem keine Partei eine absolute Mehrheit hat. Deshalb muss Premierministerin May (oder ein möglicher Nachfolger an der Spitze der Konservativen) für ihre Partei nun eine Mehrheit organisieren. Die Zusammenarbeit von Tories und der  nordirischen Democratic Unionist Party (DUP)  gilt aktuell als wahrscheinlichste Option. Nach Information der Nachrichtenagentur Reuters finden bereits Gespräche statt.   Rein rechnerisch braucht eine Regierung mindestens 326 der 650 Sitze im Parlament. In der Praxis sieht das aber anders aus. Die nordirisch-republikanische Sinn Fein hat 7 Sitze gewonnen, schickt jedoch traditionell keine Abgeordneten nach London. Also reichen schon weniger Mandate als die genaue Hälfte der Sitze für eine "Arbeits-Mehrheit" aus. 6/9/17 8:07 AM Weitere Europapolitiker melden sich zu Wort: Manfred Weber (CSU) bilanziert: "May wollte Stabilität erreichen und hat Chaos gebracht". Die Europäische Union sei vor den Verhandlungen über den EU-Austritt geeint, doch Großbritannien sei tief gespalten. Ska Keller, Grünen-Fraktionschefin im Europaparlament, sagte, May habe sich verzockt. CSU-Europaabgeordnete Markus Ferber beklagte "Chaos und Ungewissheit - und das zum schlechtest möglichen Zeitpunkt". 6/9/17 7:56 AM "Labour ist bereit, eine Regierung zu stellen", sagte der Labour-Politiker, John McDonnell, dem Sender Sky News. Seine Partei wäre bereit, eine Minderheitsregierung zu stellen, deren Wahlziele von anderen, kleineren Parteien im Parlament unterstützt würden. Ein mögliches Bündnis zwischen den Tories und der nordirischen Democratic Unionist Party (DUP) bezeichnete Labours Schattenminister als "Koalition des Chaos". 6/9/17 7:46 AM So wurde die Wahlschlappe der Tories in der internationalen Presse kommentiert:   • "The Times“ (Großbritannien) : "Die Hoffnungen der Konservativen auf eine substanziell vergrößerte Mehrheit im Parlament sind in der vergangenen Nacht mit einer überwältigenden Zurückweisung durch Wähler in Universitätsstädten bis hin zu Labour-Hochburgen zerschlagen worden. Mit dieser Wahl sollte Theresa Mays Führung ihrer Partei und des Landes zementiert werden, und der Europäischen Union sollte versichert werden, dass sie es bei den bevorstehenden Brexit-Verhandlungen mit einem starken und stabilen Partner zu tun hat. Doch nichts dergleichen wurde erreicht.“ • "Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Deutschland) : "Welches Desaster! Es ist ein Desaster für Theresa May, die den Wählern doch Stärke und Festigkeit versprochen hatte, und für die Partei. Vor einem Jahr hatte David Cameron mit der Abstimmung über einen Brexit aufs falsche Pferd gesetzt; der Ausgang ist bekannt, er verlor und musste zurücktreten. Jetzt könnte seine Nachfolgerin derselbe politische Schicksalsschlag treffen. Die Entscheidung für Neuwahlen trifft sie in jedem Fall wie ein Bumerang! Keine gute Idee! Zwei Premierminister, zwei Entscheidungen, die ihnen den Boden unter den Füßen wegzogen.“ • "Le Figaro“ (Frankreich) : "Geht sie, geht sie nicht? Diese Frage treibt alle um an diesem Morgen, nach den (...) für Theresa May fatalen Wahlen. Es ist nunmehr klar, dass die von der Premierministerin geführte konservative Partei keine absolute Mehrheit im Parlament haben wird. Ihre Fähigkeit, eine «feste» Regierung zu leiten, wird bezweifelt. Und dieses persönliche Scheitern stellt ihre Position in Frage.“ 6/9/17 7:27 AM SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz will sich so rasch wie möglich mit Corbyn treffen. Die beiden hätten bereits telefoniert und ein Treffen vereinbart, twitterte Schulz. Er beglückwünschte Corbyn für das Labour-Ergebnis bei der Parlamentswahl im Königreich: «Was für eine Aufholjagd! Gratulation an  @jeremycorbyn  und  @UKLabour !» 6/9/17 7:22 AM Theresa Mays Beabsichtigung, nicht zurückzutreten, lässt das Pfund noch weiter fallen, melden Finanzexperten. Das Pfund steht jetzt bei 1,1322 Euro. 6/9/17 7:22 AM 6/9/17 7:10 AM Dabei hatte die Premierministerin noch im Mai angekündigt, ihren Posten aufzugeben, sollten die Tories sechs Sitze im Parlament verlieren.    6/9/17 7:00 AM "Theresa May beabsichtigt nicht, zurückzutreten", verkündet BBC-Journalistin Laura Kuenssberg. Es sei ihr aber noch nicht ganz klar, ob Mays Team versuche, die Gerüchte dazu zu ersticken, bevor sich die Regierungschefin endgültig entschieden habe. 6/9/17 6:49 AM Die Großbritannien-Wahl war auch ein historischer Sieg für die Frauen - wenn auch nicht für Theresa May: Mehr als 200 weibliche MPs wurden ins britische Parlament gewählt, twitterte der Londoner Journalist Oliver Duggan. 6/9/17 6:48 AM Der Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt, Michael Roth, hat die Briten nochmals an die an die Brexit-Fristen erinnert: "Wir müssen schnellstmöglich loslegen mit den Verhandlungen", sagte der SPD-Politiker im ZDF-Morgenmagazin. "Unabhängig von der Frage, wer bildet in Großbritannien eine Regierung, läuft die Uhr", betonte er. "Wir haben weniger als zwei Jahre Zeit." 6/9/17 6:43 AM Falls Theresa May gehen sollte, wäre sie die britische Premierministerin mit der kürzesten Amtszeit seit 94 Jahren. Sie kam vor 330 Tagen in die Downing Street, am 13. Juli 2016. 6/9/17 6:38 AM Wie steht die EU überhaupt zu May?  Ursprünglich sah man die Konservative und frühere Brexit-Gegnerin als Pragmatikerin. Im Wahlkampf aber wurde die Stimmung zunehmend gereizt. Dazu trugen in Brüssel gestreute Informationen bei, May sei planlos und weltfremd. London war "not amused". Brüssel wiederum war schwer irritiert über Mays Drohung, die Verhandlungen notfalls platzen zu lassen und die EU ohne Vertrag Knall auf Fall zu verlassen. 6/9/17 6:36 AM Corbyn hingegen hatte viel zu feiern - danach ging allerdings dieses Video eines missglückten High-Fives durchs Netz. 6/9/17 6:35 AM 6/9/17 6:26 AM Auch die rechtspopulistische, antieuropäische UK Independence Party erlebte eine deutliche Wahlschlappe. Gerade einmal 2 Prozent erreichte die Partei. Unter dem zurückgetretenen Brexit-Befürworter Nigel Farage waren es 2015 noch 12,6 Prozent. Damit würde die UKIP politisch bedeutungslos werden und ihr einziges Mitglied im Parlament verlieren. Berichten des "Guardian"  zufolge soll Farage bereits gedroht haben, wieder an die politische Front zurückzukehren.  6/9/17 6:23 AM Die Großbank JP Morgan sieht eine gestiegene Wahrscheinlichkeit, dass Großbritannien eine Verschiebung der Brexit-Verhandlungen beantragen muss.    Die EU war eigentlich von ersten Gesprächen ab dem 19. Juni ausgegangen, also von übernächster Woche an. Im März 2019 müssen die Eckpunkte der künftigen Beziehung zwischen Großbritannien und EU stehen.  6/9/17 6:19 AM Beobachter erwarten, dass May in wenigen Stunden ihren Rücktritt bekannt gibt. Als möglicher Nachfolger wird Außenminister Boris Johnson gehandelt - einer der Anführer der Brexit-Kampagne vergangenes Jahr.  6/9/17 6:11 AM EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger zufolge herrschen nun Unsicherheiten über den Starttermin und den Verlauf der anstehenden Brexit-Verhandlungen. Ungeachtet des Desasters für die Konservativen in Großbritannien gelte für die EU, "wir brauchen eine handlungsfähige Regierung", sagte Oettinger am Freitag im Deutschlandfunk. "Das Referendum steht, niemand stellt es infrage", unterstrich er. Oettinger warnte aber: "Mit seinem schwachen Verhandlungspartner läuft man Gefahr, dass die Verhandlungen für beide Seiten schlecht laufen." 6/9/17 6:05 AM Was bedeutet das Ergebnis für die anstehenden Brexit-Verhandlungen? EU-Politiker zeigen sich besorgt. "Die Zeit für eine vernünftige Aushandlung des britischen EU-Austrittes wird angesichts der unklaren Führungssituation sehr knapp", sagte der Grünen-Europachef Reinhard Bütikofer der Deutschen Presse-Agentur. Der CDU-Abgeordnete Brok bezeichnete Mays Autorität als schwer beschädigt. "Für die Verhandlungen wird es jetzt sehr spannend", erklärte er. Show more Tickaroo Liveblog Software


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