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Großbritannien: Terrorverdächtiger entwischt Scotland Yard in Burka

Mohamed mit Burka: Terrorverdächtiger entwischt Scotland Yard Zur Großansicht
picture alliance/ empics/ Metropolitan Police

Mohamed mit Burka: Terrorverdächtiger entwischt Scotland Yard

Mohammed Ahmed Mohamed gehört eigentlich zu einer Gruppe streng überwachter Terrorverdächtiger in Großbritannien. Doch nun ist er seinen Bewachern entkommen: Nach einem Moscheebesuch warf er sich eine Burka über und verschwand.

London - Mohammed Ahmed Mohamed wurde am Freitag in einer Moschee in West-London zum letzten Mal gesehen. In westlicher Kleidung betrat er das Gebäude und verließ es verhüllt durch eine Burka. Bilder einer Überwachungskamera zeigen ihn laut Polizei in traditionell islamischen Gewändern, die sein Gesicht und den Körper verbergen. Das berichtet die britische Tageszeitung "Times".

Der 27-Jährige ist einer von wenigen Menschen in Großbritannien, deren Bewegungen bereits durch das Gesetz zur Terrorismus-Prävention (TPIM) eingeschränkt waren und unter Beobachtung standen. Nun wird er von der Anti-Terror-Einheit gesucht. Eine gesetzliche Anordnung, seinen vollständigen Namen nicht öffentlich zu nennen, wurde zurückgenommen. Nun kann die Polizei im Auftrag des Innenministeriums nach dem Verdächtigen fahnden.

Laut Scotland Yard stellt Mohamed "im Moment keine Gefahr für die Allgemeinheit" dar. Dennoch: Wer ihn sehe, solle die Polizei sofort verständigen, fordern die Beamten. Fotos des Verdächtigen, der aus Somalia stammt, wurden in Häfen und an der Grenze verteilt. "Die öffentliche Sicherheit bleibt unsere oberste Priorität", zitiert die "Times" einen Polizeisprecher.

Mit diesem Foto fahndet Scotland Yard nach Mohammed Ahmed Mohamed Zur Großansicht
DPA/ Metropolitan Police

Mit diesem Foto fahndet Scotland Yard nach Mohammed Ahmed Mohamed

Auch der zuständige Minister James Brokenshire betonte: "Die nationale Sicherheit hat für die Regierung höchste Priorität. Die Polizei tut alles, um diesen Mann so schnell wie möglich zu fassen."

Dennoch beschreibt die Innenexpertin der Labour Party, Yvette Cooper, die Situation als "extrem ernst" und forderte eine schnelle unabhängige Untersuchung. "Das Innenministerium muss erklären, wie der Verdächtige entkommen konnte und wie hoch die Risiken für die Allgemeinheit sind."

Mohammed Ahmed Mohamed ist bereits der zweite Verdächtige, der seit Einführung des Terrorpräventions-Gesetzes Anfang 2012 entkam. Im vergangenen Dezember konnte Ibrahim Magag seine elektronische Fußfessel entfernen und fliehen. Magag wird verdächtigt, eine Ausbildung in einem Terrorlager in Somalia absolviert zu haben. Scotland Yard sucht noch immer nach ihm.

vek

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 79 Beiträge
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1.
linoberlin 04.11.2013
Wie praktisch, der Fummel!
2. wie immer genial ...
Hilfskraft 04.11.2013
... die Briten.
3. Terrorverdächtiger entwischt Scotland Yard in Burka
petnor 04.11.2013
..mit einem streng eingehaltenem Burka-Verbot/Vermummungsverbot in der EU wäre solch ein Coup nicht möglich, aber selbst bei und in DE darf ja jeder mit Gesichtsmasken herumlaufen.
4. Erklärung gesucht
schon,aber 04.11.2013
Zitat von sysopDPA/ Metropolitan PoliceMohammed Ahmed Mohamed gehört eigentlich zu einer Gruppe streng überwachter Terrorverdächtiger in Großbritannien. Doch nun ist er seinen Bewachern entkommen: Nach einem Moscheebesuch warf er sich eine Burka über und verschwand. Großbritannien: Verdächtiger entwischt Scotland Yard in Burka - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/ausland/grossbritannien-verdaechtiger-entwischt-scotland-yard-in-burka-a-931598.html)
Wie immer bei solchen Meldungen stellt sich die Frage nach der Aufenthaltslegitimität dieser Figuren: Wie ist es möglich, dass sie sich wie Fische im Wasser der EU-Staaten bewegen dürfen? Es sind lt. Artikel Terrorverdächtige, offensichtlich mit allen Rechten von Normalbürgern ausgestattet. Ich fasse es nicht – oder: wer erklärt mir den rechtlichen Hintergrund dieses absurden selbstschädigenden Verhaltens?
5. aber aber aber
s.4mcro 04.11.2013
...dann brauchen wir einfach noch viel viel mehr Überwachungsprogramme, denn diese helfen ja gegen Terroristen oder?? Damit finden wir ihn überall!! hat Onkel Sam gesagt...
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